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Zeitung für die Landeshauptstadt

25. November 2017 | 09:01 Uhr

Erfolg der Kripo : Polizei schnappt Serien-Einbrecher

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

22-Jähriger soll für mindestens zehn Taten im Bereich Lankow, Neumühle und Friedrichsthal verantwortlich sein / Haftbefehl erlassen

von
erstellt am 17.Jan.2015 | 08:00 Uhr

Der Zugriff der Polizei traf ihn offenbar völlig unerwartet, bei seiner Festnahme in der Innenstadt setzte er sich zur Wehr, soll zwei Beamte verletzt haben: Ein 22-jähriger Schweriner steht in dringendem Tatverdacht, für mindestens zehn Einbrüche im Bereich Lankow, Neumühle und Friedrichsthal verantwortlich zu sein. „Wir sind uns sehr sicher, den richtigen Mann gefasst zu haben“, sagt der Leiter des Schweriner Kriminalkommissariats, Jörg Ninnemann.

Spuren an den Tatorten und Zeugenaussagen hätten den 22-Jährigen überführt, erklärt Ninnemann. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft habe das Schweriner Amtsgericht deshalb Haftbefehl gegen Mann erlassen, der selbst bislang zu den Tatvorwürfen schweige. „Der Tatverdächtige sitzt in Bützow in Untersuchungshaft“, berichtet der Kripo-Chef. Der 22-Jährige sei auch kein unbeschriebenes Blatt, sondern der Polizei bereits bekannt.

Seit Juni vergangenen Jahres hatte eine Einbruchsserie die Bewohner von Lankow, Neumühle und Friedrichsthal in Atem gehalten. 22-mal wurden Eigenheime bis zum Januar aufgebrochen. „Der Einbrecher hatte es meist auf Häuser abgesehen, die abgelegen und schlecht einsehbar waren“, schildert Kriminaloberkommissar Jens Fuhrmann von der Ermittlungsgruppe Häufig- und Intensivtäter.

Die Einbrüche fanden fast ausschließlich am helllichten Tag statt. In der Regel nutzte der Täter ein Fenster auf der Rückseite, um in das jeweilige Haus einzusteigen. Abgesehen hatte er es insbesondere auf Geld, Schmuck, Handys und Tablets, wie Kriminalhauptmeister Lars Günther betont, der ebenfalls maßgeblich an den Ermittlungen beteiligt war.

Nach und nach nahmen sich die Kripo-Leute die Tatorte vor, sicherten Spuren, befragten Zeugen, analysierten die Begehungsweise und suchten nach der „Handschrift“ des Täters. Gleichzeitig wurden die betroffenen Stadtteile intensiv bestreift. Eine Fährte habe schließlich zu dem 22 Jahre alten Schweriner geführt, der wegen ähnlich gelagerter Delikte aus der Vergangenheit schon aufgefallen sei, erläutert Jens Fuhrmann. Weitere Ermittlungen hätten den Anfangsverdacht dann erhärtet.

Dem 22-Jährigen könnten nach bisherigen Erkenntnissen mindestens zehn Einbrüche mit einem Schaden von insgesamt mehr als 10 000 Euro zur Last gelegt werden, sagt Kripo-Chef Ninnemann. Ob er auch noch für weitere Taten aus der Einbruchsserie verantwortlich gemacht werden könne, sei Gegenstand laufender Untersuchungen.

Einen vergleichbaren Ermittlungserfolg hatte die Kripo in der Landeshauptstadt im Frühjahr 2014 verbuchen können. Damals war Haftbefehl gegen einen 27-Jährigen Schweriner erlassen worden, auf dessen Konto nach Ansicht der Polizei mehrere Einbrüche ebenfalls in Lankow und Neumühle gegangen waren. Zur Beute gehörten auch damals schon Schmuck, Bargeld, Tablets und Mobiltelefone. Als Beamte den Verdächtigen festnehmen wollten, tauchte er unter, wurde später aber bei einem Bekannten verhaftet.

Die Angst vor Einbrechern geht derzeit im Schweriner Umland um. Am Dienstag wurde im Pampower Wohngebiet zwischen Sportplatz und Tankstelle gleich in drei Häuser eingebrochen, am Donnerstag kam ein Fall aus dem Lützower Wohngebiet am Kiebitzberg hinzu. Die Täter gingen ähnlich vor wie in den Schweriner Fällen, schlugen tagsüber zu, als die Hausbesitzer arbeiteten. Die Kripo geht davon aus, dass Auswärtige am Werke sind, die über die nahe Autobahn kommen und flüchten.

 

 

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