Verbrecherjagd : Polizei schnappt brutale Räuber

Tatort Dreescher Markt: Auch hier schlugen die Täter zu und beraubten Passanten.
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Tatort Dreescher Markt: Auch hier schlugen die Täter zu und beraubten Passanten.

Großer Fahndungserfolg: Fünf gewalttätige Jugendliche sollen elf Überfälle im gesamten Stadtgebiet begangen haben

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01. Oktober 2015, 21:00 Uhr

Sie sorgten in der Landeshauptstadt für Angst und Schrecken. Gingen brutal vor. Erpressten ahnungslose Bürger. Bedrohten sie. Verfolgten sie teilweise sogar bis vor die eigene Haustür. Raubten sie aus. Elf Mal. Doch die Polizei war ihnen auf der Spur. „Am vergangenen Wochenende kamen wir den Tätern auf die Schliche“, berichtet Jörg Ninnemann, der das  Kriminalkommissariat bis Ende September leitete. Nun sitzen vier der fünf Verdächtigen in der Jugendstrafvollzugsanstalt Neustrelitz.

Bei allen Taten war der Ablauf ähnlich: Erst wurden den Opfern die Handys abgenommen, dann wurden sie gezwungen, Geld vom Bankautomaten abzuheben. „Dabei gingen die jugendlichen Schweriner äußerst brutal vor. Sie nutzten zum Beispiel eine Schreckschusswaffe, Messer, aber auch Reizgas“, erklärt Ninnemann. Mitte September schlugen die 16- bis 18-Jährigen  das erste Mal zu. Sie waren am Dreescher Markt, auf dem Marienplatz, in der Wismarschen Straße –  im gesamten Stadtgebiet unterwegs. „Die Taten wurden abwechselnd begangen“, so Ninnemann. Da die Ermittlungen andauern und die Verfahren laufen, kann die Polizei derzeit keine Angaben dazu machen,  wie hoch der Gesamtschaden ist, ob es einen Zusammenhang zwischen den Taten gibt, sich die Tatverdächtigen kennen oder gar abgesprochen haben.

„Nach derzeitigem Ermittlungsstand können den Tatverdächtigen elf Raubstraftaten sowie eine Bedrohung zugerechnet werden“, so Ninnemann. Darüber hinaus wurde gegen einen der jungen Männer eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz erstattet. „Die Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft war wirklich schnell und unkompliziert“, lobt Jörg Ninnemann. Denn: Die Schweriner Staatsanwaltschaft hat umgehend Haftanträge beim zuständigen Amtsgericht gestellt. Vier der fünf Verdächtigen befinden sich deshalb in Haft, der Fünfte bleibt vorerst auf freiem Fuß. „Die Kripo prüft jetzt, ob die jungen Männer auch noch für andere Taten in Frage kommen“, erklärt Ninnemann. 

 

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