Schweriner Dealer in Haft : Polizei nimmt Drogenbande fest

Drogen werden auch in Schwerin konsumiert. Die Polizei ermittelt gegen insgesamt sechs Männer und eine Frau, die mehrfach Rauschgift aus Hamburg geholt und weiterverkauft haben sollen.
Drogen werden auch in Schwerin konsumiert. Die Polizei ermittelt gegen insgesamt sechs Männer und eine Frau, die mehrfach Rauschgift aus Hamburg geholt und weiterverkauft haben sollen.

Vier mutmaßliche Dealer aus Schwerin sitzen in Untersuchungshaft / Marihuana, Kokain und anderes Rauschgift sichergestellt

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05. April 2017, 21:00 Uhr

Dem Landeskriminalamt (LKA) ist offenbar ein Schlag gegen eine mutmaßliche Bande von Drogenhändlern in Schwerin gelungen. Vier Männer sitzen seit Dienstag in Untersuchungshaft. Rund zwei Kilogramm Marihuana, etwa 220 Gramm Kokain, eine geringe Menge Amphetamin, Betäubungsmittel- und Dealerutensilien, knapp 2500 Euro Bargeld, eine Schreckschusswaffe und eine Luftdruckwaffe wurden bei der Durchsuchung der Wohnungen von insgesamt sieben Verdächtigen sichergestellt, wie LKA und Schweriner Staatsanwaltschaft gestern gemeinsam mitteilten.

Ermittelt wird gegen sechs Männer und eine Frau im Alter zwischen 25 und 51 Jahren wegen des „Verdachts des unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge“. Die Schweriner sollen mehrfach Drogen aus Hamburg geholt und sie dann gewinnbringend weiterverkauft haben.

Bei einer mutmaßlichen Rauschgiftlieferung griffen LKA-Beamte am Montag in der Landeshauptstadt zu, nahmen zunächst zwei Männer fest. Zu den näheren Umständen der Festnahme will sich LKA-Sprecher Michael Schuldt mit dem Hinweis auf laufende Ermittlungen nicht äußern. Nur so viel: Bei den anschließenden Maßnahmen der Polizei seien die vier weiteren Männer festgenommen worden.

„Wegen Fluchtgefahr hat die Schweriner Staatsanwaltschaft Haftbefehle gegen vier der sechs Männer beantragt“, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Claudia Lange. Das Amtsgericht habe daraufhin die Untersuchungshaft angeordnet. Die beiden anderen Männer befänden sich wieder auf freiem Fuß genauso wie die Frau, die zum Kreis der Beschuldigten gehöre, so Lange.

Einen spektakulären Ermittlungserfolg konnten Drogen-Fahnder bereits vor gut zwei Jahren in der Landeshauptstadt verbuchen. In einem Gebäude im Görrieser Gewerbegebiet entdeckten sie eine professionell errichtete Plantage mit 2200 Cannabispflanzen. Straßenverkaufspreis des Betäubungsmittels: 500 000 Euro.
 

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