Nach Verfolgungsjagd : Polizei jetzt Tätern auf den Fersen

Im Graben war Schluss: In Süd endete die Verfolgungsjagd.
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Im Graben war Schluss: In Süd endete die Verfolgungsjagd.

Festgenommene Frau gesteht: Verkehrssünder sollen auch für Einbrüche in Lankow verantwortlich sein

svz.de von
08. September 2017, 20:55 Uhr

Das war eine Verfolgungsjagd wie aus einem Hollywood-Streifen: Am Montag verfolgte die Schweriner Polizei einen blauen Opel Vectra quer durch die Stadt. Der Autofahrer ignorierte zuvor das Stopp-Signal bei einer Verkehrskontrolle auf der Umgehungsstraße bei Neumühle. „Da hat der Fahrer einen Beamten fast umgefahren und ihm dabei die Kelle aus der Hand gerissen“, erklärt Polizeisprecher Steffen Salow.

Auf der Flucht rammte der Fahrer auf Höhe des Autohauses Hugo Pfohe ein Polizeiauto, das die Straße gesperrt hatte. Die Verfolgung ging durch die Werkstraße weiter, bis das Auto am Ende des Bahnsteiges in Schwerin-Süd im Graben landete. Die junge Frau aus dem Fahrzeug konnte gefasst werden, von den beiden Männern fehlt trotz Hubschraubereinsatz weiterhin jede Spur. Mittlerweile steht jedoch fest: Die drei haben weitaus mehr Straftaten begangen als nur die Geschwindigkeitsüberschreitung und den Diebstahl des Kennzeichens am Fluchtauto.

„Die junge Frau hat gesungen wie ein Vögelchen“, erklärt Steffen Salow. „Jetzt müssen die Ermittler die Beteiligung der beiden flüchtigen Männer und der Frau beweisen.“ Das sei aber nur noch eine Formsache. „Wir warten noch auf die Ergebnisse der Spurensicherung“, so Salow weiter. Das Prozedere sei zwar aufwendig, werde aber zum Erfolg führen, sagt der Polizeisprecher zuversichtlich.

Die Ermittler wollen den drei Tätern jedoch nicht nur die Geschwindigkeitsüberschreitung nachweisen. „Wir vermuten, dass sie auch hinter den zuletzt begangenen Diebstählen in Lankow stecken“, so Salow. Zudem habe es einen Hausfriedensbruch in der leer stehenden Strahlenklinik in Lankow gegeben, auch da vermute die Polizei die drei Verkehrssünder als Täter. „Nun stehen wir in der Beweispflicht.“

Fest steht, dass der Opel Vectra legal in Hamburg von den beiden Männern und der Frau gekauft wurde, die Kennzeichen sind jedoch gestohlen. Fest steht auch, dass sie sich Sonntagnacht schon einer Straßenkontrolle in Schwerin entzogen haben. „Aufgrund der Dunkelheit hatten wir da nur leider keine Möglichkeit gehabt, sie zu verfolgen“, sagt Steffen Salow, der sich aber zuversichtlich zeigt, die beiden flüchtigen Männer jetzt zu fassen. „Einer von beiden ist auf Bewährung, der wandert nun ins Gefängnis.“

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