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Zeitung für die Landeshauptstadt

18. November 2017 | 15:06 Uhr

Fahndungserfolg : Polizei fasst Serien-Einbrecher

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Nach rund 15 Einbrüchen in Lankow und in Neumühle können die Beamten jetzt einen 27-jährigen Schweriner festnehmen

von
erstellt am 27.Mai.2014 | 08:00 Uhr

Die Einwohner in Lankow und Neumühle können aufatmen. Die Polizei verbucht einen Fahndungserfolg. Nach mehrmonatiger Ermittlung fassten die Beamten jetzt einen mutmaßlichen Serien-Einbrecher, der in Einfamilienhäuser und Wohnungen eingebrochen ist. Seit 9. Februar gehen vermutlich mehr als 15 ähnliche Vorfälle auf das Konto des 27-Jährigen, der inzwischen fünf Taten gestanden hat. Den entstandenen Schaden schätzt die Polizei auf 16 000 Euro. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft erließ das Amtsgericht Haftbefehl gegen den Schweriner. „Nach bisherigen Ermittlungen handelt es sich nur um einen Täter“, sagt Jörg Ninnemann, Leiter des Kriminalkommissariats.

Rückblick: Am 9. Februar registriert die Polizei den ersten von mehreren folgenden Hauseinbrüchen. Auffällig: Der oder die Täter gehen stets auf ähnliche Weise vor. Zunächst späht der Einbrecher die Bewohner aus. Wenn das Haus verlassen ist, hebelt er schlecht einsehbare Türen oder Fenster auf und steigt ein. Dort durchsucht er die Räume nach Schmuck, Bargeld und transportabler Technik wie Tablets und Mobiltelefonen.

Dann eine erste Spur: Am 20. Februar passiert dem Serien-Einbrecher ein Malheur. Beim Durchsuchen eines Hauses in der Barther Straße läuft der Einbrecher der nach Hause kommenden Bewohnerin in die Arme. Er flieht durch die Eingangstür ins Freie. Die anschließende Suche der Polizei bleibt trotz Spürhundes erfolglos.

Doch die Ermittler können ihre Schlinge langsam zuziehen. Dank der Spurensucher und einer Videoaufnahme machen sie den Verdächtigen namentlich aus. Am 23. April erlässt das Amtsgericht Haftbefehl gegen den 27-Jährigen. Der Schweriner ist bereits vorbestraft wegen Eigentums- und Betrugsdelikten. Als die Beamten ihn festnehmen wollen, taucht der Mann unter. Die Polizisten durchsuchen daraufhin mehrere Wohnungen im Bekanntenkreis des Verdächtigen und stoßen auf weitere Spuren. Dann die Überraschung: Am 21. Mai läuft der mutmaßliche Täter einem der ermittelnden Beamten in dessen Freizeit auf dem Bürgermeister-Bade-Platz über den Weg. Kurz darauf wird er bei einem weiteren Bekannten festgenommen. Inzwischen sitzt der Schweriner in der Justizvollzugsanstalt in Bützow hinter Gittern. Der Verdächtige muss im Falle einer Verurteilung mit einer Haftstrafe zwischen drei Monaten und zehn Jahren rechnen. „Das hängt davon ab, ob er weitere Einbrüche gesteht und wie viele ihm nachgewiesen werden können“, erklärt Jörg Ninnemann.

 

 

 

 

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