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Zeitung für die Landeshauptstadt

25. September 2017 | 01:02 Uhr

Wahlkampf : Politiker zeigen kaum „klare Kante“

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Hochhaus am Ziegelsee, Schnellboote auf den Schweriner Seen, Sparvorhaben – Kandidaten mussten auf dem Markt Rede und Antwort stehen

svz.de von
erstellt am 01.Mai.2014 | 22:00 Uhr

Traditionelle Maifeier des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) auf dem Markt: Es gab Reden von Bundesministerin Manuela Schwesig und Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow, es gab Musik und Tanz auf der Bühne. Die Gewerkschaft hatte die Gelegenheit genutzt, Kandidaten der in der Stadtvertretung präsenten Parteien und Wählervereinigungen zur Podiumsdiskussion zu bitten. Rede und Antwort standen Frank Fiedler von den Bündnisgrünen, Peter Bonmotte von der FDP, Henning Foerster von den Linken, Christof Gagzow von der SPD, Stephan Nolte von der CDU und Manfred Strauß von den Unabhängigen Bürgern(UB). Moderator Andreas Frost konfrontierte die Parteivertreter mit aktuellen Fragen zur Stadtpolitik. Dabei wurden die unterschiedlichen Positionen sehr deutlich. Beispiel Hochhaus am Ziegelsee: Die CDU und die Linken sagen Ja, die UB, die Grünen und die FDP sind dagegen. Nur Christoph Gagzow legte sich nicht fest, sondern will lieber die Bürger befragen. Zum Thema schnelle Boote auf den Schweriner Seen dagegen bekannte sich der SPD-Mann mit einem „klaren Nein“. Peter Bonmotte plädierte für ausgewiesene „Rennstrecken“, Stephan Nolte kann sich einmal im Jahr eine Jetski-Veranstaltung auf dem Pfaffenteich vorstellen. Ebenso Henning Foerster. Ein grundsätzliches Nein kam von Manfred Strauß und Frank Fiedler. Sehr viel unkonkreter wurden die Antworten, als es um Einsparungen ging. Von allen Kandidaten gab es die Forderung, dass das Land mehr Geld an Schwerin geben muss. Die Linke kann sich Einsparungen nur bei der Straßenbeleuchtung durch moderne Lampen vorstellen. Christoph Gagzow will „hinschauen, wo das wenige Geld besser eingesetzt werden kann“. Die FDP will an der Verwaltung sparen und „die Umlandgemeinden beteiligen“. Stephan Nolte meinte, die Stadt solle sich „den Kinder- und Jugendbereich noch einmal anschauen“. Konkrete Vorschläge kamen nur von Frank Fiedler: „Geld wird vergeudet für den Berliner Platz und die Schwimmhallensauna“ – und von Manfred Strauß, der den Berliner Platz unsaniert lassen will.

Die Zuhörer auf dem Markt mussten sich nach knapp einer Frage-Antwort-Stunde jedenfalls ein eigenes Bild machen und die Antworten der Kandidaten interpretieren.

 

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