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Schweriner: Tempo 50 auf dem Obotritenring : Politik bremst Verwaltung aus

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Das dürfte das Aus für Tempo 30 auf dem Obotritenring sein. Der Hauptausschuss empfahl der Stadtvertretung mit acht Ja- und drei Nein-Stimmen, den Verwaltungsvorschlag abzulehnen und Tempo 50 beizubehalten.

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erstellt am 28.Aug.2013 | 07:10 Uhr

Schwerin | Das dürfte das Aus für Tempo 30 auf dem Obotritenring sein. Der Hauptausschuss empfahl der Stadtvertretung mit acht Ja- und drei Nein-Stimmen, den Verwaltungsvorschlag abzulehnen und statt dessen einer CDU-Vorlage zu folgen. Die Christdemokraten wollen Tempo 50 beibehalten. Außerdem heißt es: "Zur Verbesserung der Bedingungen für den Fahrradverkehr sowie zum Erhalt der Leistungsfähigkeit für den Kfz-Verkehr auf dem Obotritenring von Robert-Beltz-Straße bis von-Flotow-Straße und umgekehrt wird auf der jeweils rechten Fahrspur ein Fahrradschutzstreifen eingerichtet. Zusätzlich wird auf den Gehwegen dieses Bereiches durch das Zusatzschild ,Rad frei’ das Radfahren erlaubt."

Der Hauptausschuss setze sich damit für die Interessen der Bürger ein, so CDU-Fraktionschef Sebastian Ehlers: "Die Schweriner wollen Tempo 50." Und auch Silvio Horn, der Vorsitzende der Unabhängigen Bürger hält den Vorschlag für vernünftig. "Das ist eine Lösung ähnlich der in der Güstrower Straße - und dort funktioniert das gut." Ganz anderer Meinung sehen das die Bündnisgrünen. "Die Beibehaltung von Tempo 50 ist bedauerlich", so Stadtvertreterin Cornelia Nagel.

Bereits seit knapp drei Jahren wird über eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 Kilometer pro Stunde auf dem Obotritenring geredet. Die Idee von Baudezernent Wolfram Frieder s dorff hatte von Anfang an für Diskussionen gesorgt. Der Ausschuss für Umwelt und Ordnung und der Ausschuss für Bauen, Stadtentwicklung und Verkehr lehnten das Ansinnen ab, ein betroffener Ortsbeirat stimmte zu, ein anderer nicht. Das Landesamt für Straßenbau und Verkehr monierte einige Einzelheiten des Verwaltungsvorschlages, woraufhin der noch einmal überarbeitet wurde. Allerdings mit einer komplizierten Führung der Radfahrer an den großen Kreuzungen. Das die angenommen werden würde, bezweifelten viele Stadtvertreter. Auch der Vorschlag, die Geschwindigkeitsreduzierung nur für die Zeit zwischen 22 und 6 Uhr einzuführen, fand keine Mehrheit. Schließlich hätte das verstärkte nächtliche Kontrollen erfordert. Das Argument des Amtes für Verkehrsmanagement, mit einer geringeren Geschwindigkeit werde auch die Lärmbelastung der Anwohner kleiner, wurde von den Ausschüssen vom Tisch gewischt.

Wolfram Friedersdorff konnte an der Diskussion im Hauptausschuss nicht teilnehmen. Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow forderte ein Ende der Debatte: "Es muss endlich Schluss sein!" Und Linken-Fraktionschef Böttger sagte: "Den CDU-Kompromiss kann man mittragen. Wir müssen die Sache jetzt zu Ende bringen, egal wie."

Das letzte Wort, wie schnell es auf dem Obotritenring in Zukunft voran gehen soll, haben nun die Stadtvertreter am kommenden Montag. Doch wie immer ihr Votum auch ausfällt - die Beschränkung auf Tempo 30 in der Robert-Beltz-Straße bleibt auf jeden Fall bestehen.

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