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Zeitung für die Landeshauptstadt

17. Oktober 2017 | 17:22 Uhr

Gewalt in Schwerin : Platzverweis am Marienplatz

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Polizei will nach vermehrter Gewalt in der Innenstadt härter durchgreifen

von
erstellt am 23.Jan.2017 | 21:00 Uhr

Die Polizei prüft nach mehreren gewaltsamen Auseinandersetzungen unter jugendlichen Zuwanderern jetzt Aufenthaltsverbote für das Gebiet am Marienplatz. Damit könnten die Beamten wirkungsvoller gegen Personen vorgehen, die immer wieder durch Gewalt auffielen, sagte Polizeisprecher Steffen Salow. Zugleich sei die Polizeipräsenz in der Nähe der Center wieder erhöht worden. Am Wochenende habe es keine Vorfälle gegeben.

In den vergangenen Monaten war es auf und rund um den Marienplatz immer wieder zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Zuwanderern und Deutschen oder unter den Migranten selbst gekommen. In der vergangenen Woche gab es eine Massenschlägerei mit vier Verletzten. Gegen Tatverdächtige wurden Aufenthaltsverbote von zehn Wochen für den Bereich verhängt, Ermittlungen wegen schweren Landfriedensbruchs liefen. Die Polizei appelliert auch an die Stadt und die Betreiber der Einkaufszentren, sich intensiver mit dem Problem zu beschäftigen und für die Einkaufszentren beispielsweise Hausverbote auszusprechen.

Und Handeln ist nötig, wie zwei Beispiele zeigen: In einem Papiergeschäft hatten sich Anfang Dezember zwei Flüchtlinge geprügelt. „Ich hatte Angst“, sagt die Mitarbeiterin, die damals an der Kasse stand und die Polizei rief. Sie fühle sich seither nicht mehr wohl, wenn sie abends das Geschäft abschließt und sich auf den Heimweg macht. „Es nervt nur noch“, sagt in einem Telefonladen ein Mitarbeiter. Vom frühen Nachmittag an kämen junge Migranten in Gruppen ins Einkaufszentrum, es gehe rein und raus, mitunter gingen Gruppenmitglieder aufeinander los.

Heute Abend diskutiert der Hauptausschuss über Kameraüberwachung am Marienplatz. Um 18 Uhr treffen sich die Politiker im Stadthaus in Raum E 070. Die Sitzung ist öffentlich. Der Finanzausschuss hat die Überwachung bereits abgelehnt, weil Kosten für die Stadt entstehen – durch die Miete der Kameras. Den SPD-Vorschlag, die Stadt könne einen Beitrag zu mehr Sicherheit durch verstärkte Präsenz des Ordnungsdienstes auf dem Marienplatz leisten, hat der Ortsbeirat Altstadt abgelehnt.

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