Dümmer : Platz machen fürs neue Bootshaus

Den Abriss des alten Bootsschuppens hält Bernd von Münster mit der Handy-Kamera fest. Der ehemalige Vorsitzender der Sparte Kanu bei Blau-Weiß Parum ist als Mitglied immer noch aktiv.
Den Abriss des alten Bootsschuppens hält Bernd von Münster mit der Handy-Kamera fest. Der ehemalige Vorsitzender der Sparte Kanu bei Blau-Weiß Parum ist als Mitglied immer noch aktiv.

Für besseres Kanu-Lager machen sich die Wassersportler vom Dümmer See seit elf Jahren stark – plötzlich geht alles ganz schnell

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28. September 2017, 12:00 Uhr

Bernd von Münster hat sein Handy gezückt und macht Fotos von dem Bagger, der ein betagtes Gebäude abreißt. Viele Jahre haben er und seine Mitstreiter von der Sparte Kanu im Verein Blau-Weiß Parum auf diese Bilder gewartet, denn der Abriss des maroden Bootsschuppens ist der Anfang für den Neubau in Dümmer, den sich die Kanuten so lange gewünscht haben.

„Vor elf Jahren haben wir die ersten Pläne für einen Neubau entworfen“, sagt Bernd von Münster, der 2001 Mitinitiator dafür war, dass auf dem Dümmer See auch organisiert Kanusport angeboten werden konnte. Unter dem Namen „Kanu am Dümmer See“ hat sich diese Sparte im Sportverein Parum schnell entwickelt. „Mit sieben Leuten haben wir angefangen. Jetzt sind mehr als 50 Kinder und 30 Erwachsene“, freut sich von Münster, der die Sparte zehn Jahre lang geleitet hatte. Mit etwa 25 Booten sind die Kanuten derzeit unterwegs. Sind sie an Land, lagern die Boote in dem baufälligen Gebäude, das ganz früher als Kälberstall diente.

Vor zwei Jahren, als das Europahaus mit Wandergesellentrakt und Dorfgemeinschaftstreff eingeweiht wurde, sollte auch das Kanuhaus direkt nebenan von Wandergesellen neu gestaltet werden. „Das hat aber nicht geklappt“, weiß Dümmers Bürgermeisterin Anke Gräber. Aber aus den von der Gemeinde gestellten Fördermittelanträgen ist etwas geworden. 173000 Euro gab es aus dem Topf „Integrierte ländliche Entwicklung“ für einen Neubau, der mit 306  000 Euro veranschlagt wurde. Den Rest wollte die Gemeinde dazusteuern. „Das machen wir auch“, sagt Bürgermeisterin Gräber. Aber jetzt gibt es noch einmal 50  000 Euro mehr zu stemmen, denn um diesen Betrag habe sich die Baumaßnahme entgegen der ursprünglichen Berechnung verteuert. „Ein Antrag auf eine weitere Förderung ist gestellt“, sagt Anke Gräber. Zur Not, ergänzt sie, springe die Gemeinde ein.

Warum sich die Kosten erhöht haben, das kann Bernd von Münster zwar nicht nachvollziehen, aber in erster Linie freut er sich, dass das Kanuhaus kommen soll. Dafür, dass es vorher so ein langwieriger Prozess war, geht jetzt alles um so schneller. Wenn alles nach Plan läuft, kann er schon im Dezember wieder sein Handy zücken und Aufnahmen vom Neubau machen. Denn bis zum Jahresende soll dieser fertig sein. „Ein ehrgeiziges Ziel“, sagt der leidenschaftliche Wassersportler. Wenn es trotzdem später werden sollte, sei das auch nicht schlimm. Von Münster: „Auf einen Monat mehr oder weniger kommt es nicht mehr an.“

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