Grambow : Platz gemacht für die Kreisstraße

Einseitiger Kahlschlag: Die Bäume auf der Nordseite der Kreisstraße bei Grambow mussten für den Ausbau weichen.
Einseitiger Kahlschlag: Die Bäume auf der Nordseite der Kreisstraße bei Grambow mussten für den Ausbau weichen.

Ende März soll der Ausbau der Fahrbahn von Grambow nach Wittenförden beginnen – 27 Alleebäume sind für das Projekt gefällt worden

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16. Januar 2018, 05:00 Uhr

Bevor die Straßenbauer loslegen können, wurden die Kettensägen angeschmissen: Die Allee von Grambow in Richtung Wittenförden gibt es nicht mehr. Auf der Nordseite der Kreisstraße wurden 25 Bäume gefällt, bei zwei weiteren war die Sicherheit nicht mehr gegeben. Dieser Kahlschlag bietet zwar einen ungewohnten Anblick, aber zugleich auch einen erwartungsvollen Ausblick. Denn der Auftakt für den seit Jahren von der Gemeinde Grambow eingeforderten Ausbau der Kreisstraße in Richtung Schwerin ist damit vollzogen.

Der Baustart soll am 23. März erfolgen, informiert Petra Rappen, Pressesprecherin des Landkreises Nordwestmecklenburg. Gerade erst endete die Ausschreibungsfrist, die Vergabe erfolgt so schnell wie möglich, damit der Zeitplan eingehalten werden kann. Der Kreistag soll auf seiner Beratung am 22. Februar entscheiden, wer die Straße baut. Als Gesamtkosten für das Projekt sind 2,7 Millionen Euro im Kreishaushalt eingestellt.

Dennoch wird sich das Großprojekt hinziehen. In der Fachabteilung des Nordwestkreises wird von einer Bauzeit bis Ende Juli 2019 ausgegangen. Denn die Arbeiten an dem etwa zwei Kilometer langen Abschnitt zwischen dem Ortsausgang von Grambow und dem Beginn des Waldes vor Wittenförden ist keine Sanierung, sondern eigentlich ein Neubau dieser Kreisstraße. Die jetzige Fahrbahn ist nicht nur marode und holprig, sondern auch zu schmal. Die neue Kreisstraße wird wie vorgeschrieben 6,50 Meter breit sein und zum Teil dort verlaufen, wo bislang eine Baumreihe stand. Gearbeitet wird unter Vollsperrung. Das bedeutet, dass die Grambower und auch die Groß Brützer und Gottesgaber mehr als ein Jahr lang nur auf Umwegen nach Schwerin kommen. Was als Umleitungsstrecke ausgewiesen wird, steht noch nicht fest. Ebenso ist bislang keine Einwohnerversammlung vorgesehen. „Wenn die Gemeinde dies wünscht, laden wir gemeinsam dazu ein“, betont Burghard Bohm, Fachdienstleiter Bau und Gebäudemanagement beim Nordwestkreis.

Mit dem Projekt erfüllt der Landkreis auch eine alte Forderung der Gemeinde Grambow, diese Straße auszubauen. Schon 2013 wurde parallel zur Kreisstraße auf der Südseite ein Radweg errichtet, weil es für Radfahrer lebensgefährlich war, auf der Straße zu fahren. Zwischen dem Radweg und der Straße wurden bereits junge Bäume gepflanzt. Nach Abschluss des eigentlichen Straßenbaus wird die Allee wieder komplettiert. Das Anpflanzen von 47 Eichen auf der Nordseite gehört zu diesem Projekt.

Parallel zu diesem Vorhaben wird vom Kreis das nächste Projekt in der Gemeinde angeschoben: Der Ausbau der Ortsdurchfahrt durch den Grambower Ortsteil Wodenhof wird geplant. Kosten und Termine stehen allerdings noch nicht fest. Klar ist, dass dort erst gebaut wird, wenn die Straße zwischen Grambow und Wittenförden fertig ist.

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