Warten auf Fördermittel : Platern soll neues Licht aufgehen

Auch die etwas neueren Lampen, wie diese, dürfen bleiben.
Auch die etwas neueren Lampen, wie diese, dürfen bleiben.

800 000-Euro-Großprojekt: Gemeinde will in den nächsten Jahren 641 Laternenköpfe erneuern und 5520 Meter Kabel neu verlegen

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30. August 2016, 21:00 Uhr

Jahr für Jahr sind es mehrere Zehntausend Euro, die die Gemeinde Plate allein für das Licht auf den Straßen und Gehwegen ausgibt. Nicht gerade wenig, sagt Bürgermeister Ronald Radscheidt. Damit sich das künftig ändert, will die Kommune nun investieren. Und das im großen Stil. Rund 775  000 Euro zuzüglich Baunebenkosten stehen unterm Strich. Für die Gemeinde bleibe ein Eigenanteil von rund 250 000 Euro. Radscheidt spricht von einem neuem Licht, dass den Bürgern seiner Gemeinde aufgehen werde. Plate will in allen drei Ortsteilen auf LED umstellen.

Die jüngsten Investitionen in das Beleuchtungsnetz der Kommune sind mittlerweile schon Jahrzehnte her. „Wir haben 1990 nach und nach einzelne Abschnitte erneuert. Es wird jetzt also wieder Zeit, auch in diesem Bereich zu investieren“, erklärt der Plater Bürgermeister Radscheidt. Dass seine Gemeinde die stattliche Summe von knapp 800  000 Euro nicht allein schultern könne, liege auf der Hand. „Wir sind in diesem Fall natürlich ganz stark auf Fördermittel angewiesen“, betont Ronald Radscheidt.

Finanzielle Unterstützung gäbe es für dieses Projekt vom Landesförderinstitut MV und vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit über den Projektträger Jülich. „Durch die Umrüstung auf energieeffiziente LED-Technik können wir jährlich rund 184  000 Kilowattstunden Strom in der Gemeinde sparen“, sagt Radscheidt und rechnet vor, dass es rund 42  500 Euro sind, die die Gemeinde an Stromkosten einsparen kann. Auch die CO²-Emission könne um 108,65 Tonnen im Jahr gesenkt werden.

Aber nicht allein die Einsparungen seien Grund für die große Investition. „Wir haben das Netz prüfen lassen und es wurde bestätigt, dass Sanierungen unumgänglich sind. Es gibt immer wieder Ausfälle in allen Ortsteilen und Schwankungen im Netz“, erklärt Ronald Radscheidt. Zwischen 5000 und 8000 Euro müsse die Kommune jährlich für Reparaturen einplanen. Besonders hoch sei die Ausfallquote in Consrade und Peckatel. In diesen Ortsteilen sollen die Maßnahmen dann auch beginnen, sofern die Fördermittel bewilligt werden.

In Peckatel werden 161 Lichtpunkte auf LED umgerüstet und 2150 Meter Kabel erneuert. Und in Consrade werden 154 Lichtpunkte auf LED umgestellt und eine Kabelstrecke von 1200 Meter neu gezogen. Im Hauptdorf Plate, das zuletzt in Angriff genommen werden soll, erfolgt die Umrüstung auf LED bei 326 Lichtpunkten. Auch 2170 Meter Kabel kommen neu in die Erde.

Bis das allerdings so weit ist, werden wohl noch einige Monate, wenn nicht sogar Jahre vergehen. „Wir warten noch auf die Fördermittelzusage und dann werden wir das Projekt stückeln“, so Radscheidt. Bei diesem Projekt werden zunächst keine neuen Lampen aufgestellt. „Wir wollen lediglich die Köpfe austauschen, denn die meisten Laternenpfähle sind noch gut in Schuss“, ergänzt der Bürgermeister. Im Bereich der Banzkower Straße müssten aber noch Laternen umgesetzt werden. „Wir haben Bereiche, wo es nicht optimal ist, da wird die Straße und nicht der Gehweg beleuchtet. Das macht ja so keinen Sinn“, merkt Radscheidt an.

Drei Prototypen mit neuen Leuchten werden in den nächsten Wochen in der Banzkower Straße – in der Zufahrt zum Supermarkt – aufgestellt. „Dann schauen wir uns das an, ob es ins Dorf passt“, sagt er.

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