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Zeitung für die Landeshauptstadt

18. Dezember 2017 | 21:41 Uhr

Auf dem Lande : Plater bauen modernen Kuhstall

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Agrargenossenschaft investiert 1,3 Millionen Euro in eine neue Milchviehanlage: Einweihung ist für Ende August geplant

von
erstellt am 28.Jul.2015 | 16:00 Uhr

Es geht gut voran: Die Umrisse der neuen Milchviehanlage auf dem Hof der Agrargenossenschaft Plate sind gut zu erkennen. Die Bauleute der Firma Agrar-Service Strasburg (Uckermark) geben ihr Bestes, davon ist der geschäftsführende Vorstandsvorsitzende der Plater Genossenschaft überzeugt. „Alles läuft planmäßig“, sagt Bernd Rieprecht. Ende August soll der neue Stall – modern ausgestattet – fertig sein. Die Arbeitsbedingungen für die Melker werden sich dann wesentlich verbessern, blickt er voraus. Weil es im Laufstall – hier können die Tiere beliebig rein und raus – mehr Licht und Luft geben wird, ist der Stallgeruch nicht so intensiv. Jalousien fahren runter, wenn es regnet. Zum Wohlbefinden der Kühe werden auch Bürsten, die wie eine Massage wirken, beitragen.

Der Stallneubau kostet 1,3 Millionen Euro. 20 Prozent der Baukosten sind Fördermittel aus der EU.

Bevor überhaupt neu gebaut werden konnte, musste der alte Kuhstall aus DDR-Zeit abgerissen werden. Das war im Februar. An gleicher Stelle wird jetzt der neue gebaut. „Aber größer“, betont der Vorstandsvorsitzende. In der neuen Milchviehanlage werden 270 Kühe gehalten, im alten Stall waren es nur 80. Die mussten für die Dauer der Bauarbeiten umziehen. Die Genossenschaft besorgte sich eine ausgediente Halle der Bundeswehr, baute sie auf ihrem Hof auf und musste dann feststellen, dass sie so gar nicht brauchbar war. „Die Statik stimmte nicht“, erklärt Bernd Rieprecht. So musste die Argrargenossenschaft zusätzlich Geld in die Hand nehmen, um die Halle sicher zu machen. Nach dem Auszug der Kühe soll das Gebäude als Lager genutzt werden. So sei die Investition nicht umsonst gewesen, bemerkt Rieprecht.

Warum sich die Plater entschlossen haben, eine neue Milchviehanlage zu bauen, erklärt der Vorstandsvorsitzende: „Wir halten derzeit insgesamt 450 Kühe in mehreren Ställen und wollen auf 650 aufstocken. Deshalb der Neubau mit der höheren Kapazität. Wir wollen expandieren. Andere große Alternativen haben wir in Plate nicht.“

Mit einer Bodenpunktzahl von 18 verfügt die Genossenschaft nicht über den besten Boden. Die Plater bauen Roggen und Mais an, für andere hochwertige Kulturen eignet sich der Boden nicht. Hinzu komme, so Rieprecht, das von den 1600 Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche die Hälfte Dauergrünland ist. „Damit ist unsere Hauptproduktionsrichtung schon festgelegt: Rinder- und Milchviehhaltung.“ Die Feldwirtschaft spiele eine untergeordnete Rolle. Roggen ebenso wie Mais werden ausschließlich für Futterzwecke angebaut.

„Wir beschäftigen 30 Mitarbeiter und demnächst insgesamt sechs Lehrlinge. Wir haben Verantwortung für unsere Leute. Und Milchproduktion ist das, was wir können. Da stehen wir ziemlich gut da. Wir haben die Voraussetzungen dafür. Und die Leute, die ihr Fach verstehen“, betont Bernd Rieprecht. Zahlen belegen es: Im Durchschnitt liefert eine Kuh im Jahr 9600 Liter Milch. Damit gehören die Plater zu den besten Milchbetrieben innerhalb des Genossenschaftsverbandes.

Weniger zufrieden ist man mit den Milchpreisen. Derzeit bekommen die Plater 27 Cent pro Liter. Und wie es aussehe, so Rieprecht, werde es bis Jahresende wohl nicht besser werden. Nichtsdestotrotz hoffen sie, dass der Preis irgendwann wieder noch oben geht.

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