Haus komplett zerstört : Plate hilft den Brandopfern

Das Haus in Peckatel ist nicht zu retten, die Ruine wurde am Donnerstag gesichert.
Das Haus in Peckatel ist nicht zu retten, die Ruine wurde am Donnerstag gesichert. Fotos: Mett (2)

Ehepaar aus Peckatel ist nach dem Verlust seines Hause dankbar über die Welle der Hilfsbereitschaft

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14. April 2017, 20:55 Uhr

Claudia und Hans aus Peckatel* stehen vor dem Nichts. Der Traum vom ruhigen Lebensabend im eigenen Heim ging in der Nacht zu Sonntag buchstäblich in Flammen auf: Bei einem Brand wurde ihr Haus zerstört (SVZ berichtete). „Was da passiert ist, können wir noch gar nicht fassen“, erzählt Claudia. Die 54-Jährige ringt um Fassung. Nur weil sie in der Nacht von Geräuschen geweckt wurde, kamen die Eheleute heil aus dem Gebäude. Hans konnte noch einen Wagen aus dem Carport wegfahren, Claudia brachte sich bei Nachbarn in Sicherheit. „Ich habe zum Glück noch meine Handtasche gegriffen, so dass wir ein Telefon und meine Papiere haben.“

Mehr ist den Eheleuten nicht geblieben. Denn was Feuer und Löschwasser nicht zerstört haben, schaffte der Regen in dieser Woche. „Wir mussten einsturzgefährdete Wände einreißen lassen und die Ruine sichern“, erzählt Hans. Dabei packte der 61-Jährige selbst an. „Ohne die Hilfe von Freunden und Nachbarn hätten wir das nicht geschafft.“ Denn nach dem Schock über den Verlust kommt jetzt Dankbarkeit als zweite Emotion hinzu. Feuerwehr, Rettungsdienst, Gemeinde, Dorfgemeinschaft – viele Menschen standen und stehen an der Seite der Brandopfer. „Als der Bürgermeister uns die Idee mit dem Spendenaufruf vortrug, waren wir skeptisch“, erzählt Claudia. Doch die Resonanz ist enorm. Claudia und Hans sind überrascht, ja überwältigt.

Seit der Brandnacht ist das Ehepaar viel unterwegs. Hans braucht neue Papiere und auch eine Brille. Strom, Wasser, Abwasser mussten abgestellt und abgemeldet werden. Erste Gespräche mit der Versicherung fanden satt, auch wenn die Brandursache bislang nicht bestimmt werden konnte. „Zum Glück haben wir jede Menge um die Ohren, da kommt man nicht viel zum Nachdenken“, fügt der Frührentner an. Nach Ostern geht es an die Wohnungssuche, so lange darf das Paar in einer von der Gemeinde angemieteten Ferienwohnung bleiben. „Wir wollen zurück nach Peckatel, fühlen uns dort sehr wohl“, sagt Claudia. Die liebevoll hergerichtete Büdnerei ist verloren, doch die Eheleute wollen an gleicher Stelle einen Neuanfang wagen.

*Namen geändert

Unterstützung beim Neuanfang

Nach dem Feuer stellte die Gemeinde Plate dem betroffenen Ehepaar eine Ferienwohnung als vorübergehendes Domizil zur Verfügung. Die Familie wird nicht allein gelassen, ihr soll beim Neuanfang geholfen werden. Bürgermeister Ronald Radscheidt ruft zu einer Spendenaktion auf. „Dabei hilft jede Spende, egal in welcher Höhe.“ Unter dem Verwendungszweck „Hilfe für Brandopfer“ wurde ein Konto bei der Raiffeisenbank Plate eingerichtet. Kontoinhaber: Amt

Crivitz, Gemeinde Plate; IBAN: DE64230641070200200158; BIC: GENODEF1BCH.

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