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Zeitung für die Landeshauptstadt

23. November 2017 | 10:43 Uhr

Crivitz : Plastik – kommt nicht die Tüte

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Achtklässler des Crivitzer Gymnasiums beschäftigen sich mit Müllproblematik und gestalteten Ausstellung.

svz.de von
erstellt am 10.Dez.2015 | 12:00 Uhr

Die Schüler der Klasse 8c des Gymnasiums Crivitz sind stolz: Nach einem Jahr kehrt ihre selbst gestaltete Ausstellung gegen die Auswirkungen von Plastikmüll in die Schule zurück. Was vor einem Jahr zum Tag der offenen Tür begann, hat Kreise gezogen. Anfangs wollten die Achtklässler nur Mitschüler auf das Problem aufmerksam machen, dass zu viele Lebewesen auf der Erde durch unseren Müll sterben. Dann entdeckte eine Mitarbeiterin der Crivitzer Apotheke das „Projekt gegen Plastik: Kommt nicht in die Tüte!“ . Die Schüler wurden eingeladen, die Ausstellung in der Apotheke aufzubauen. Da die Achtklässler möglichst viele Menschen bewegen wollen, auf Plastiktüten zu verzichten, haben sie sich natürlich gefreut.

Die Hubertus-Apotheke Crivitz war zu diesem Zeitpunkt gerade umgebaut worden und wollte sich neben der Neuorganisation der Kundenbedienung auf diese Weise auch für die Umwelt engagieren. „Die Kunden haben von Anfang an sehr positiv auf den Aufruf gegen zu viele Plastiktüten reagiert. Viele haben die Ausstellung intensiv wahrgenommen, die Beiträge gelesen und waren oft überrascht über die vielen schlimmen Auswirkungen, die der Müll in den Weltmeeren hat. Weil das so gut ankam, haben wir das Schulprojekt auch noch in der Störtal-Apotheke in Plate gezeigt“, erläutert Apotheker Christian Braun.

Die engagierten Schüler und Eltern der Klasse 8c nähten inzwischen Einkaufstaschen und Beutel aus recycelten T-Shirts und es wurden beim Schulfest Jute-Beutel bemalt und verkauft. Einen Teil der Einnahmen möchte die Klasse dafür verwenden, im Frühjahr zwei Bäume im Arboretum zu pflanzen.

Klassenlehrerin Susanne Bliemel freut sich: „Ich hätte nicht gedacht, dass die Motivation über ein Jahr lang anhält. Doch es war für die Klasse eine sehr schöne Erfahrung, mit so einem relativ kleinen Projekt so viel selbst und direkt bewegen zu können.“

Denn es hat gewirkt: Angeregt durch die Jugendlichen hat der Inhaber der Apotheken inzwischen den Einkauf von Tüten komplett von Plastik auf Papiertüten umgestellt. „Wir freuen uns, wenn die Kunden von sich aus auf eine Tüte verzichten, weil sie diese eigentlich gar nicht brauchen. Gut ist auch die zunehmende Tendenz, wieder selber einen Beutel oder Einkaufskorb dabei zu haben, so, wie es war, als es noch nicht überall eine Plastiktüte gratis gab“, sagt Braun.

Die Schüler boten auch beim Tag der offenen Tür am Sonnabend ihre fantasievollen und schönen Upcycling-Beutel und Taschen – das sind Produkte aus nachhaltigem Material – zum Kauf an. Denn sie wollen andere Menschen dazu animieren, möglichst auf Plastik zu verzichten.



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