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Frühere Badestellen in Schwerin : Planschen am „Storchenschnabel“

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Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Frühere Badestellen in der Stadt – heute: „Adebors Näs“ war einst ein Geheimtipp für ein Bad im Schweriner See

svz.de von
erstellt am 18.Aug.2017 | 12:00 Uhr

Zahlreiche Seen in Schwerin locken Einheimische und Touristen ins Wasser zum Planschen und Schwimmen. An vielen Orten kann in der Landeshauptstadt im natürlichen Gewässer gebadet werden. Doch die Badestellen wandeln sich, manch ehemaliger Geheimtipp ist heute ein Spielplatz, offizielle Schwimmbäder zugewachsen. SVZ begibt sich auf Spurensuche nach lauschigen Plätzen und spannenden Geschichten. Heute: die ehemalige Badestelle „Adebors Näs“.

Adebor ist der Fabelname des Storches, Näs bedeutet Nase oder auch Schnabel, aber warum die Landspitze am Franzosenweg so heißt, ist nicht belegt. „Dafür haben wir im Stadtarchiv auch keine Erklärung“, sagt Rainer Blumenthal. Was der Archivassistent allerdings weiß: „Auf ,Adebors Näs’ konnte man baden.“

Früher war die Badestelle ein echter Insidertipp, erinnert sich der Schweriner Blumenthal, eine beliebte Stelle, um im Schweriner See zu baden und zu planschen. „Von dort konnte man auch sehr gut zum Schloss schwimmen“, so der Mitarbeiter des Stadtarchivs, der selber oft an der Landzunge in Ostorf gebadet hat. Mittlerweile hat sich das geändert, Rainer Blumenthal musste sich eine neue Badestelle suchen. Denn „Adebors Näs“ ist zugewuchert. „Die ehemalige Badestelle ist verdreckt und oft liegen dort viele Scherben“, bedauert der Schweriner.

Seit wann die Badestelle auf der Landzunge am Schweriner See offiziell existierte, lässt sich nicht nachweisen. „Es ist schwierig, darüber in den Akten etwas zu finden“, sagt der Mitarbeiter des Stadtarchivs. Und auch seit wann die Stelle nicht mehr zum Baden genutzt werden kann, ist ungewiss. 2009 zur Bundesgartenschau wurde „Adbors Näs“ mit einem Holzsteg erschlossen, der auch danach erhalten blieb. Den Blick auf das Schloss können Besucher von der Landzunge aus immer noch genießen, nur ins Wasser hüpfen nicht mehr.

„Und leider auch nicht mehr an der Marstallwiese“, bedauert Rainer Blumenthal. „Vor zwei Jahren war ich dort noch baden, nun ist die Stelle sehr ausgelichtet und frei.“ In Ruhe schwimmen sei nicht mehr möglich.

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