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Zeitung für die Landeshauptstadt

25. November 2017 | 04:58 Uhr

Sterne erleben : Planetarium erhält Superprojektor

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Schweriner können Weltraumabenteuer wie im Raumschiff Enterprise erleben: Neue Anlage schafft vollendetes Raumgefühl

von
erstellt am 23.Jan.2015 | 17:00 Uhr

Den Kometen Lovejoy konnten die Schweriner Hobby-Astronomen in dieser Woche wegen der Wolken zwar nicht live beobachten, doch bald werden Besucher des Planetariums authentisch nachgestellte Bewegungen der Himmelskörper erleben können. Eine hochmoderne Projektionsanlage wird das ermögllichen.

„Die alte Technik hat ausgedient“, sagt Marita Schwabe, die Leiterin der Volkshochschule, zu der die Sternwarte gehört. Zwar sei die aus dem Jahr 1962 stammende Schauanlage des Planetariums mit dem aus vielen hundert Lämpchen bestehenden Sternenhimmel sehr eindrucksvoll, aber erfordere unendlich viele Reparaturen, die nur dank des Engagements der Mitglieder des Astronomischen Vereins bislang bewältigt – und finanziert – werden konnten. Doch jetzt sei es an der Zeit, die 50 Jahre alte Anlage durch eine neue zu ersetzen, wie es die Stadtvertreter beschlossen haben.

„Wir bauen derzeit einen Fulldome-Projektor ein“, sagt Gabriele Arndt, die Leiterin der Sternwarte. Mittels Computer und HD-Projektoren werden Millionen Bildpunkte in Echtzeit berechnet und auf der Kuppel abgebildet. Das Bild hat eine 360-Grad-Ausdehnung im Horizont sowie mindestens 180 Grad über den Zenit und umgibt den Betrachter. Er fühlt sich wie auf einer Sternenreise mit dem Raumschiff Enterprise. Die Kuppel kann mit vorgefertigten Computeranimationen oder mit realen Bild- bzw. Videoaufnahmen bespielt werden.

Die Anlage soll das Universum von jedem beliebigen Standpunkt aus zeigen können und auch virtuelle Reisen durchs All möglich machen. Darüber hinaus ist sie in der Lage, vorgefertigte Shows in der Kuppel des Planetariums zu zeigen.

Für den Einbau muss die Sternwarte in der nächsten Woche komplett geschlossen bleiben, kündigt Arndt an. Vorgestellt werden soll die Fulldome-Anlage beim Tag der Astronomie am 21. März, den traditionell die Schweriner Hobby-Astronomen organisieren. „Ohne den Verein könnte die Sternwarte nicht existieren“, betont Arndt. Denn die vom Land finanzierte Zwölf-Stunden-Stelle für den Astronomie-Unterricht reiche bei weitem nicht aus. „Wir haben mehr als 8500 Besucher pro Jahr“, berichtet Arndt. Den Hauptteil stellen Schulklassen, die aus der ganzen Region kommen, zum Teil aber auch von weit her. Aber auch für Hochzeiten, Klassentreffen, Geburtstagsfeiern und vieles mehr könne die Einrichtung gemietet werden.

 

 

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