Arbeitsmarkt : Planer mit zwei Monitoren

Er kalkuliert, schreibt Angebote, kümmert sich um die Montagepläne: Seit dem Sommer ist Götz Rabe bei der Schweriner Firma Wibau-Haustechnik in der Arbeitsvorbereitung beschäftigt.
Er kalkuliert, schreibt Angebote, kümmert sich um die Montagepläne: Seit dem Sommer ist Götz Rabe bei der Schweriner Firma Wibau-Haustechnik in der Arbeitsvorbereitung beschäftigt.

Volle Auftragsbücher, neue Arbeitsplätze: Götz Rabe hat bei der Firma Wibau einen Job nach Maß gefunden

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19. November 2015, 16:00 Uhr

Ein Computer-Monitor reicht Götz Rabe nicht. Auf seinem Schreibtisch stehen zwei Bildschirme. Und die braucht er auch. Der 53-Jährige muss den Überblick behalten. Bei der Firma Wibau-Haustechnik in Görries ist er in den Bereichen Heizung, Sanitär und Lüftung für die Arbeitsvorbereitung zuständig. Rabe kalkuliert, schreibt Angebote, kümmert sich um die Montagepläne. Seit Juli macht der Diplom-Ingenieur für Versorgungstechnik diesen Job. Seinen Arbeitsplatz verdankt er nicht nur seinen Fachkenntnissen, sondern auch den vollen Auftragsbüchern seines Arbeitgebers.

Früher hätten die Bauleiter vor Ort die Montageplanung übernommen, sagt Katrin Kanter, Assistentin der Geschäftsleitung. Doch weil das Unternehmen gewachsen und das Arbeitsaufkommen mittlerweile so groß sei, habe die Wibau die Stelle von Götz Rabe neu geschaffen. Und der 53-Jährige bringt die besten Voraussetzungen für die Tätigkeit mit. An der TU Dresden hat er Technische Gebäudeausrüstung studiert, später jahrelang selbst als Bauleiter gearbeitet und dann in der Angebotsabteilung einer Hamburger Haustechnikfirma gesessen. „Ich wollte jobmäßig wieder dichter an meinen Wohnort heran“, erklärt Rabe, der mit seiner Familie in Güstrow lebt. Da sei die Offerte von der Wibau wie gerufen gekommen.

„Gute Versorgungstechniker sind gefragt“, betont Katrin Kanter. Deshalb sei die Wibau auch froh, Götz Rabe als neuen Mitarbeiter gewonnen zu haben. Und der Güstrower wiederum freut sich über seine neue Stelle:
Er habe einerseits einen Schreibtisch-Job, halte andererseits aber den Kontakt zur Basis, stehe in ständigem Kontakt zu den Bauleitern. Eine gute Planung ist die halbe Miete, so Rabe. „Je präziser die Planung ist, desto leichter haben es die Monteure vor Ort.“

Ihre Aufträge bekommt die Wibau nach Angaben von Katrin Kanter vor allem aus Hamburg. Neben den Bereichen Heizung-Sanitär und Klima-Lüftung-Kälte ist das Unternehmen auch auf dem Elektro-Sektor und der Haus- und Grundstücksverwaltung tätig. Rund 100 Beschäftigte zählt der Betrieb. „Mindestens zehn neue Mitarbeiter haben wir in diesem Jahr schon neu eingestellt“, sagt Katrin Kanter – vier technisch-kaufmännische Angestellte und sechs Handwerker. Und die Auftragslage würde noch weitere Einstellungen hergeben. „Fünf Elektriker könnten wir auf einen Schlag noch beschäftigen“, so die Assistentin der Geschäftsleitung. Aber es sei sehr schwer, die geeigneten Fachkräfte zu finden.

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