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Lückenschluss im Ring um Schwerin : Planen für die Nordumgehung

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Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Nächster Bauabschnitt der Schweriner Ortsumfahrung von Kirch Stück bis zur Seewarte: Trasse steht, jetzt wird Baurecht geschaffen

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erstellt am 12.Feb.2017 | 20:45 Uhr

Der Lückenschluss im Ring um Schwerin rückt in Sichtweite. Für den vierstreifigen Ausbau der B 321 zwischen dem Plater Berg und der Störbrücke bei Raben Steinfeld geht das Baurechtsverfahren in die finale Phase. Jetzt kommt aber auch die Verlängerung der Nordumgehung voran.

„Wir sind immer gut damit gefahren, die Ortsumgehung abschnittsweise zu planen und weiterzubauen. Das machen wir auch jetzt“, sagt Thomas Taschenbrecker, der Leiter des Straßenbauamtes Schwerin. Jetzt hat er das nächste Teilstück der Nordumgehung, den Abschnitt zwischen der B 106 bei Kirch Stück, wo die Umgehungsstraße derzeit endet, und der B 104 auf dem Paulsdamm bei der Seewarte auf dem Tisch.

Das Wichtigste sind die rechtlichen Rahmenbedingungen, betont Taschenbrecker und erläutert: „Der Weiterbau der Schweriner Ortsumgehung ist im Bundesverkehrswegeplan als ,vordringlicher Bedarf’ eingestuft, steht also in Berlin ganz weit oben auf der Prioritätenliste.“ Noch wichtiger jedoch sei, dass jetzt auch die Finanzierung stehe, die Baumaßnahme im Budget des Verkehrsministeriums eingeordnet sei. 33 Millionen Euro stehen dafür zur Verfügung. „Wir planen ja bereits seit Längerem und haben die Raumordnungsunterlagen erstellt“, berichtet der Leiter des Straßenbauamtes . „Jetzt sind wir in der Phase der Bestätigung der Linienführung.“ So soll die insgesamt 3,9 Kilometer lange Trasse vom Kreuz mit der B 106 zwischen Groß Medewege und Kirch Stück zweispurig Richtung Osten weitergeführt werden, südlich von Wickendorf verlaufen und bei der Seewarte die schmale Stelle zwischen Schweriner Innen- und Außensee passieren. „Wir planen nur bis zur Seewarte, alles andere kommt später“, betont Taschenbrecker.

Größter Brocken in dem knapp vier Kilometer langen Bauabschnitt seien die Brücken. „Es werden sechs benötigt“, erläutert der Amtsleiter. Die erste über die B 106, die zweite über die Eisenbahnlinie, die dritte über die Kreisstraße bei Wickendorf. Dann brauche es noch zwei Talbrücken und schließlich die sechste bei der Seewarte. „Natürlich sind wir uns darüber im Klaren, dass wir in einem ökologisch sehr sensiblen Bereich bauen werden“, versichert der Amtsleiter. Deshalb hätten Naturschutzbelange bei den Planungen einen sehr hohen Stellenwert gehabt und seien in einem Managementplan Umwelt zusammengefasst worden. Eine ,Umweltverträglichkeitsstudie liege vor, die werde jetzt aber noch einmal aktualisiert. „Selbstverständlich haben wir auch an die Fledermaus-Kartierung gedacht“, sagt Taschenbrecker. Andernorts konnte eine Autobahn wegen der nachtaktiven Tiere nicht weitergebaut werden. „Uns machen die Fledermäuse aber keine Probleme“, versichert er.

Zum genauen Zeitplan will sich der Amtsleiter nicht äußern, erklärt nur soviel: „Jetzt werden weitere Planungen beauftragt, im nächsten Jahr soll die Linienführung bestätigt sein.“

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