Nahrung für Bücherwürmer : Pingelshagen eröffnet Bibliothek

Die ersten lesefreudigen Einwohner stöbern in der  neu eingerichteten Bücherei. Bürgermeister Reimond Weding  (r.) eröffnete die Bibliothek im  Kostüm des Pingels. Die Einrichtung hat  heute von 17 bis 18 Uhr geöffnet.
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Die ersten lesefreudigen Einwohner stöbern in der neu eingerichteten Bücherei. Bürgermeister Reimond Weding (r.) eröffnete die Bibliothek im Kostüm des Pingels. Die Einrichtung hat heute von 17 bis 18 Uhr geöffnet.

Lesefreudige der Gemeinde können im „Klub für jedermann“ aus einem umfangreichen Bücherbestand wählen

svz.de von
30. März 2014, 23:54 Uhr

Das 528-Einwohner zählende Dorf Pingelshagen hat sich eine kleine Bibliothek geschaffen. Am Sonnabend wurde sie eröffnet. 672 Bücher stehen bereits in den Regalen, weitere werden folgen – dank der Spenden von Einwohnern. „Gut erhaltene Bücher werden gern angenommen“, sagt Bürgermeister Reimond Weding. Zwei neue Bücher brachte Dr. Bernd Loscher mit. Und das hat einen besonderen Grund. In dem Buch mit dem Titel „Süßer Schmerz“ spielen die handelnden Personen in Schwerin – und in Pingelshagen. Geschrieben hat diese „Mordsgeschichte“ Diana Salow. Inzwischen ist ein zweite Buch von ihr erschienen: „Besessen“.

Ein Großteil des jetzigen Bücherbestandes stammt aus Familienbesitz, informiert Weding. Die andere Hälfte erhielt die Gemeinde vom Medienzentrum in Grevesmühlen. Es handelt sich um ausrangierte Exemplare, die das Medienzentrum des Landkreises Nordwestmecklenburg nicht mehr benötigte. Mit der Einrichtung bleibt die Gemeinde weiterhin in Kontakt. Ein Vertrag regelt, dass die Gemeinde ein- bis zweimal im Jahr neue Bücher ausleihen kann, damit auch aktuelle Lektüre angeboten wird.

Eingerichtet wurde die Bibliothek im einstigen Jugendklub gegenüber vom Gemeindehaus. „Der Jugendtreff wurde in den vergangenen Jahren nicht mehr genutzt. Die jungen Leute sind inzwischen älter, studieren oder lernen ganz woanders“, erklärt Bürgermeister Weding. Leer stehen lassen wollte die Gemeinde die zwei Räume aber nicht. So entstand die Idee vom „Klub für jedermann“. Hinzu kam, so Weding, dass im vergangenen Jahr die Fahrbibliothek des Landkreises eingestellt wurde. Der Großteil der beteiligten Gemeinden konnte die anteiligen Kosten nicht mehr tragen. Pingelshagen selbst war bis zum Schluss aber dabei. Weding: „Wir haben im Jahr 1100 Euro für die Fahrbibliothek beigesteuert.“ Die Gemeindevertreter waren sich einig, dass nun 1000 Euro für die Umgestaltung des Jugendklubs in den „Klub für jedermann“ zur Verfügung gestellt werden. Mehr als zehn engagierte Pingelshagener haben sich bereit erklärt, das Projekt zu unterstützen. Das waren: Ulrich Leonhardt, Claus Brückner, Gerhard Lindemann, Gert und Brigitte Nick, Eduard und Christel Torno, Margit Weding, Gisela Bürger, Regina Kähler, Sabine Walke, Renate Rabe und Ingeborg Heckler. Sie haben die Räume gemalert, die Gardinen gewaschen, die Regale gekauft und aufgebaut und schließlich die Bücher, die zudem in einem Computer erfasst sind, eingeräumt.

Geöffnet hat die Bücherei montags von 17 bis 18 Uhr, die Ausleihe ist kostenlos. Denn die Bibliothek wird von den Helfern ehrenamtlich betreut.

Im Klub treffen sich zudem jeden Mittwoch die Skatspieler. Und auch Freunde des Schachs wollen demnächst hier spielen. Im Gespräch ist auch eine Handarbeitsgruppe.

Am morgigen Dienstag treffen sich junge Eltern mit ihren Jüngsten im Klub. Die Kinder, wurden in den zwei zurückliegenden Jahren geboren. Die Gemeinde hatte sie unlängst mit einem Begrüßungsgeld willkommen geheißen und den Treff dieser „Krabbelgruppe“ angeregt.

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