Busverkehr : Pingelshagen bleibt in der Stadtlinie

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Nordwestkreis und Nahverkehr verständigen sich auf neuen Fahrplan

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03. November 2015, 08:00 Uhr

Wenn Frau Schmidt aus Pingelshagen mit dem Bus in die Stadt fahren will, dann kann sie das auch weiterhin wie gewohnt tun. Gleiches gilt für Frau Meier aus Seehof oder die Krügers aus Lübstorf. Das hat Landrätin Kerstin Weiss (SPD) gestern versichert. Nach langen Diskussionen um den neuen Nahverkehrsplan in Nordwestmecklenburg ist man sich einig: Die Linie Pingelshagen wird weiterhin vom Schweriner Nahverkehr bedient. Seehof und Lübstorf werden nun vom kreiseigenen Verkehrsbetrieb Nahbus angefahren.

Und alles, so haben es neben Landrätin Kerstin Weiss und Nahbus-Geschäftsführer Jörg Lettau auch Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow und Nahverkehrs-Chef Norbert Klatt versichert, soll für die Fahrgäste wie gehabt bleiben. Der Bus fährt, komme in Seehof und Lübstorf lediglich von einem anderen Unternehmen.

Mit dem neuen Verkehrskonzept will Nordwestmecklenburg deutlich mehr Fahrgäste in die Busse seines Betriebes locken. Schneller Verkehr aus sieben Hauptachsen, Verknüpfung der Hauptlinie in Schwerin, Wismar, Gadebusch und Grevesmühlen – auch mit dem Zugverkehr. Hinzu kommt die Einbindung der Fläche über die Strecken mit Schülerbeförderung sowie für abseits gelegene Dörfer mit so genannten Rufbussen.

Durchs Umland bis zum Schweriner Hauptbahnhof führen gleich drei Hauptachsen, in denen im Berufsverkehr stündlich, außerhalb alle zwei Stunden gefahren werden soll. Das sind Lübeck -Gadebusch-Schwerin; Boltenhagen-Grevesmühlen- Mühlen Eichsen-Schwerin sowie Insel Poel-Wismar- Bad Kleinen-Schwerin.

Bei allen guten Absichten gibt es jedoch einen Verlierer: Norbert Klatt. „Wir sind ganz selbstverständlich nicht zufrieden. Jahrzehnte hat der Schweriner Nahverkehr die Strecken bedient, die Menschen zu ihren Zielen gebracht und plötzlich fällt es weg“, sagt der Nahverkehrschef. Die fehlenden Einnahmen habe sein Unternehmen zu kompensieren. „Und nicht etwa, weil es Probleme gab, sondern weil man auf Kreisebene ein neues Konzept gefordert hat“, ergänzt Klatt.

Doch statt den sprichwörtlichen Kopf in den Sand zu stecken, setzt er auf weitere gemeinsame Lösungen. Denn die Preisfrage sei noch nicht abschließend geklärt. Während beim kreiseigenen Nahbus noch Absprachen nötig sind, bleibt Klatt seiner Preisgestaltung treu, will nun sogar Rabatte einräumen.

Unterschrieben ist die entsprechende Vereinbarung allerdings noch nicht. „Bislang konnten die Fahrgäste von außerhalb ein Kombi-Ticket lösen – das hat sich berechnet aus der Umlandstrecke und dem Stadttarif“, erklärt Norbert Klatt. Um aber zu erfahren, wie viele Fahrgäste die Umland-Stadt-Kombination nutzen, soll es künftig zehn Prozent Rabatt auf das Ticket geben – allerdings nur für die entsprechende Strecke zwischen Seehof/Lübstorf und Schwerin. Die Einwohner dieser beiden Orte können heute Abend ihre Fragen direkt an die Verantwortlichen richten. Um 19 Uhr beginnt im Dorfgemeinschaftshaus ein Informationsabend für die Bürger.

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