Sport in Schwerin : Ping-Pong in alten Gemäuern

An sieben Tagen in der Woche fliegen in der Halle hinter der Fachhochschule des Mittelstandes die Plastikbälle über die Netze der Tischtennisplatten.
An sieben Tagen in der Woche fliegen in der Halle hinter der Fachhochschule des Mittelstandes die Plastikbälle über die Netze der Tischtennisplatten.

Besondere und seltene Sportarten in Schwerin – heute: Tischtennis-Sparte kämpft um die Anerkennung als Breitensport

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13. September 2017, 16:00 Uhr

Fußball ist eine der beliebtesten Sportarten – nicht nur in Schwerin. Doch die Landeshauptstadt hat noch viel mehr sportliche Aktivitäten zu bieten. Einige von ihnen haben Nachwuchssorgen, andere erfreuen sich einer großen Beliebtheit und werden dennoch oft übersehen wie die Tischtennis-Sparte des Vereins „Mecklenburger Stiere“.

Die Linien auf dem Holzboden sind abgenutzt, die Farbe blättert von der Wand ab. Die Sporthalle in der August-Bebel-Straße erinnert an längst vergangene Zeiten. Hier, hinter dem Gebäude der Fachhochschule des Mittelstandes, treffen sich die Tischtennis-Spieler des Schweriner Vereins „Mecklenburger Stiere“ sieben Tage in der Woche.

Spieler Jürgen Kaphingst erinnert sich: „1973 haben wir noch woanders gespielt.“ Kurz danach sind die Sportler an den Pfaffenteich umgezogen. Die Halle hingegen steht schon deutlich länger. Laut der Chronik der Stadt Schwerin von Udo Brinker wurde die Turnhalle für die damalige Schule „Fridercianum“ am Pfaffenteich 1887 gebaut. Seitdem wird sie fleißig genutzt, nicht nur von den Tischtennis-Spielern.

Dem Erfolg der Sparte tut die Spielstätte keinen Abbruch. „Bei uns sind 75 Spieler aktiv, 50 Erwachsene und 25 Jugendliche“, erzählt Jürgen von Oehsen. Besonders die Anzahl der jüngeren Sportler habe in der vergangenen Zeit ganz stark zugenommen, so der Sportwart. „Nachwuchssorgen haben wir keine.“ Trotzdem ist Tischtennis kein Breitensport. „Heute dominieren Handball, Fußball und Volleyball in Schwerin, da ist es schwierig Tischtennis in den Köpfen der Menschen zu installieren“, erklärt Jürgen von Oehsen. Das habe besonders finanzielle Auswirkungen.

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