Schwerin : Pietätlos: Vandalismus auf dem Friedhof

Die gerade aufgebaute Stele wurde von Unbekannten beschmiert.
Die gerade aufgebaute Stele wurde von Unbekannten beschmiert.

Serie von Straftaten: Verwaltung der Schweriner Ruhestätten bittet Bevölkerung um Mithilfe bei Aufklärung

svz.de von
14. Mai 2019, 05:00 Uhr

Jetzt reicht es der Friedhofsverwaltung. Die Serie von Straftaten, die sowohl Vandalismus als auch Diebstahl beinhaltet, soll jetzt gestoppt werden. Und zwar auch mit Hilfe der Schweriner. Die können jetzt nämlich offiziell Hinweise geben, wenn sie Verdächtiges gesehen haben. Denn die Schäden an den Ruhestätten sind immens: fast 30 000 Euro kommen da zusammen, wenn man die kleine Historie der Übergriffe auf die Ruhestätten betrachtet. Aber von vorn: Schon Mitte April stehlen Unbekannte von den neu errichteten Kompostablageplätzen die Recyclingbohlen. Die Suche nach den Tätern bleibt erfolglos. Ermittelt werden kann nur gegen unbekannt.

Knapp 14 Tage später der nächste Vorfall an der Ruhestätte, die nachts ihrem Namen manchmal nicht mehr gerecht wird. Wieder sind es unbekannte Täter, die rund sechs Meter Kupferfallrohre vom Trauerhallengebäude entwenden – dreist und pietätlos. Kurz darauf schlagen die Diebe wieder nachts zu: Weitere 20 Meter Kupferfallrohre werden abgebaut.

Auch der Waldfriedhof ist von Vandalismus betroffen. Anfang April entdecken die Mitarbeiter dort auf einer gerade aufgebauten Stele, die zum neuen Baumgrabfeld gehört, Schmierereien. „Es ist besorgniserregend, dass in so kurzer Zeit derartige Zerstörungen von Friedhofsanlagen und die gehäufte Zahl von Diebstählen zu verzeichnen sind“, sagt Sachgebietsleiterin Martina Stanelle. „Die Friedhöfe sind zwar Anlagen des Eigenbetriebes, aber die Finanzierung der Bewirtschaftung erfolgt ausschließlich über Gebühren oder Zuschüsse der Landeshauptstadt, also durch Schweriner. Wer Hinweise geben kann, möge sich bitte an die Polizei oder an die Friedhofsverwaltung wenden“, ruft die SDS-Werkleiterin Ilka Wilczek zur Mithilfe auf.

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