Neuer Pfad : Pflegeeltern helfen sich

Arbeiten im Verein mit: Bernhard Vatter (l.) sowie Annette und Thomas Dangelat.
Arbeiten im Verein mit: Bernhard Vatter (l.) sowie Annette und Thomas Dangelat.

Verein „Pfad“ bietet Erfahrungsaustausch über Erziehungsfragen und gemeinschaftliche Aktivitäten

von
26. Januar 2016, 16:00 Uhr

Smartphone jetzt oder später? Bernhard Vatter hätte mit dem Mobiltelefon für seine elf Jahre alte Pflegetochter lieber noch ein bisschen gewartet. Aber die leiblichen Eltern waren schneller, spendierten das begehrte Statusobjekt. „Wie verhalte ich mich nun richtig?“, fragt Vatter. Rat findet er bei anderen Pflegeeltern aus Schwerin und Umgebung, die sich im Verein „Pfad“ engagieren.

„Pfad“steht für Pflege- und Adoptivfamilien. „Unser Verein dient in erster Linie dem Erfahrungsaustausch“, erklärt Vatter, der im Vorstand mitarbeitet. Dabei gehe es durchaus nicht nur um die Eltern. Auch die Pflegekinder sollen bei gemeinsamen Treffen merken, dass sie mit ihrer Situation nicht alleine sind, so Vatter.

Ein rundes Dutzend Familien hat sich dem Verein angeschlossen. Auch Annette und Thomas Dangelat, die sich um zwei Pflegekinder kümmern, sind mit dabei. „Es gibt immer wieder Fragen zu klären, ob mit dem Jugendamt, mit den Herkunftsfamilien oder mit der Schule“, berichtet Thomas Dangelat, ebenfalls Vorstandsmitglied. Eine wichtige Hilfe sei der Verein „Pro Kind“, der im Auftrag der Stadt die Pflegekinder vermittle, Interessierte auf ihre Rolle als Pflegeeltern vorbereite und sie danach auch begleite. Im Verein „Pfad“ könnten sich die Pflegefamilien aber darüber hinaus zu Gesprächen, Festen und anderen Aktivitäten treffen, erklärt Dangelat.

So stehen in diesem Jahr unter anderem Ausflüge voraussichtlich nach Wiligrad, Mirow und Wismar auf dem Vereinsprogramm. Auch eine Weihnachtsfeier soll es wieder geben.

Wer sich für die Arbeit des Vereins „Pfad“ interessiert, kann sich unter der Telefonnummer 0385/2079850 an Bernhard Vatter wenden.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen