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Drehstart im Schweriner Zoo : Pfeilgiftfrösche werden TV-Stars

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

„Deutschland sucht den Grillwetterfrosch“: Tiere aus dem Schweriner Zoo machen bei bundesweitem Gewinnspiel mit.

Sie kommen eigentlich aus Kolumbien, Peru und Costa Rica. Mit dem Hautsekret der Frösche haben die Ureinwohner ihre Pfeile bestrichen, wenn sie auf die Jagd gegangen sind. Nun stehen die Pfeilgiftfrösche vor einer neuen Karriere – als Wetterfrösche. „Deutschland sucht den Grillwetterfrosch“ heißt das Gewinnspiel eines Feinkost-Herstellers, bei dem der Schweriner Zoo die Pro-tagonisten stellt: drei Froschfamilien, insgesamt 20 Tiere, natürlich wetterfühlig. Im Internet und Fernsehen soll die Aktion publik gemacht werden. Am 1. Mai startet die Kampagne, die heiße Phase, in der attraktive Preise winken, beginnt am 6. Juni.

Im Humboldthaus des Zoos laufen derzeit die Dreharbeiten für die TV-Spots – das Klima tropisch, die Temperaturen angenehm, die Luftfeuchtigkeit hoch. Die Frösche bewegen sich nicht in herkömmlichen Terrarien, sondern in überaus stylischen Kulissen mit Autos, Häusern und sogar Flugzeugen, die an berühmte Familien-Clans erinnern sollen, die Trumps, die Kardashians und die Osborns. So werden aus den gelben Schrecklichen Pfeilgiftfröschen die „Jumps“, aus den braunen, weiß gepunkteten Maranon Baumsteigern die „Quarkdaschians“ und aus den schwarz-rötlichen Gestreiften Blattsteigern die „Frogborns“.

Der Schweriner Zoo nutze die Aktion, um darauf aufmerksam zu machen, dass die drei beteiligten Froscharten stark bedroht sind, sagt Direktor Dr. Tim Schikora. Selbstverständlich verspreche sich der Tierpark auch einen Werbeeffekt – schließlich würden die TV-Spots im Frühstücksfernsehen von Sat.1 bundesweit ausgestrahlt.

„Bei unserem Gewinnspiel können die Teilnehmer darauf wetten, welcher Frosch-Clan das richtige Wetter vorhersagt“, sagt Alexander Schmolling, Marketing-Leiter von Feinkost Popp aus Schleswig-Holstein. Nähere Informationen fänden sich im Internet.

Von Sonntag an werden die Fantasiekulissen samt Frösche im Humboldthaus gezeigt – hinter Glas. Wie giftig sind die Pfeilgiftfrösche denn nun wirklich? Die Gefährlichkeit der Frösche resultiere aus der Nahrungsaufnahme, erklärt Zoo-Direktor Schikora. So ernährten sich die Pfeilgiftfrösche in freier Natur etwa von Ameisen, Termiten und Käfern, deren biochemische Stoffe würden von den Fröschen in speziellen Drüsen gesammelt und ergäben das Gift. Im Zoo bekämen die Tiere anderes Futter, könnten kein vergleichbares Gift bilden. „Trotzdem sollte der direkte Kontakt mit den Fröschen vermieden werden“, sagt Schikora.

>> Informationen zum Gewinnspiel finden Sie hier.

 

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erstellt am 20.Apr.2017 | 05:00 Uhr

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