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Zeitung für die Landeshauptstadt

17. November 2017 | 18:54 Uhr

Dümmer : Pfarrhaus-Türen geöffnet für Ideen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Kirchengemeinde Gammelin-Warsow und Parum hat Gemeinde Dümmer Verkaufsangebot unterbreitet / Vorschläge zur Nutzung gefragt

svz.de von
erstellt am 23.Okt.2017 | 16:00 Uhr

Die Frage „Was wird aus dem Pfarrhaus Parum?“ beschäftigt nicht nur die Kirchengemeinde Gammelin-Warsow und Parum, sondern auch die kommunale Gemeinde Dümmer. Auch der Kirchenkreis Mecklenburg hat sich anlässlich der Pfarr-Gemeinde-Haus-Planung mit dem Gebäude befasst. Ziel ist es, die Zuschüsse des Kirchenkreises zielgerichtet und nachhaltig einzusetzen. Das Parumer Pfarrhaus bekam im Zuge der Begutachtung den Stempel „Kategorie drei“. Neben der ersten und zweiten Kategorisierung ein ungünstiges Urteil für die Parumer. Denn mit den anderen beiden Kategorien hätte die Kirchengemeinde Parum, die mit der Kirchengemeinde Gammelin-Warsow verbunden ist, noch mit finanzieller Unterstützung rechnen können, doch die dritte Kategorie bedeutet: unbewohnt, keine Zuschüsse.

„Wir haben noch um die zweite Kategorie gekämpft, aber das hat nicht geklappt. Nun wollen wir das Haus verkaufen, denn seit 2007 steht es leer und wird von uns durch die Jugendarbeit, manchmal für einen Wintergottesdienst genutzt“, so Wiebke Langer, die klar formuliert, dass es auch in Zukunft eine Nutzungsmöglichkeit für die Kirche in diesem Gebäude geben soll.

Bereits zu Beginn des vergangenen Jahres stand die Frage der zukünftigen Nutzung des Pfarrhauses im Raum. Auch damals ging es auch um die Kosten der Unterhaltung, denn Strom und Heizung trägt die Kirchengemeinde mithilfe der Baukasse. Verschiedene Vorschläge kamen bereits in Diskussionsrunden, unter anderem mit den Dorfbewohnern, auf. Tagesstätte, Wohnprojekt, außenstehende Träger wie die Caritas standen zur Disposition. Doch letztere Idee, eine Kooperation mit dem Schloss Dreilützow, „stieß auf wenig Gegenliebe“, so Pastorin Langer. Also suchte man wieder nach neuen Ansätzen, um auch die Parumer mit im Boot zu haben. „Wir haben der Gemeinde Dümmer ein Verkaufsangebot mit Erbbaupacht gemacht“, sagt die Pastorin. Bürgermeisterin Anke Gräber findet die Idee persönlich gut, das Haus zu übernehmen, aber „das müssen wir als Gemeindevertretung entscheiden“. Und dort gibt es unter anderem von Kämmerer-Seite Einwände, dass die Gemeinde Dümmer bereits drei Häuser – das Europahaus in Dümmer, das Dorfgemeinschaftshaus in Walsmühlen und das Sporthaus Parum – unterhält. Da sind Kosten abzuwägen. Dennoch sollen Überlegungen angestrengt werden. Daher ruft die Gemeinde zu Ideen für eine Nutzung des Pfarrhauses auf. Wer Vorschläge hat, kann diese unter Telefon 0173/2093816 oder per E-Mail an buergermeister@duemmer-mv.de abgeben.

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