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Zeitung für die Landeshauptstadt

24. November 2017 | 23:32 Uhr

Fehlendes Personal : Personalnot bringt Verluste

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Allein die fehlende Einnahmen des unterbesetzten Kommunalen Ordnungsdienstes betragen 600 000 Euro

von
erstellt am 14.Okt.2014 | 12:00 Uhr

Autofahrer mit Bleifuß und notorische Falschparker wird es freuen, ordnungsliebende Schweriner weniger: Weil Personal im städtischen Ordnungsdienst fehlt, können wichtige Aufgaben nicht mehr erledigt werden. Außerhalb der Innenstadt gibt es so gut wie keine Kontrollen mehr. Auch in der City können sich die Mitarbeiter des Kommunalen Ordnungsdienstes nur noch auf das Wesentliche konzentrieren. Die Folgen sind erheblich – nicht nur, was die Ordnung betrifft: Im Vergleich zum Vorjahr fehlen laut Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow 600 000 Euro Einnahmen des Ordnungsdienstes im städtischen Haushalt. Geplant waren bis zum Jahresende rund drei Millionen Einnahmen. Die Stadt versucht deshalb seit Langem, die sieben vakanten Stellen im Ordnungsdienst extern zu besetzen. „Die Unzufriedenheit der Bürger über den nicht mehr wahrgenommenen Ordnungsdienst steigt, da es kaum noch möglich ist, auf Hilfeersuchen, Anfragen und Hinweise in einem akzeptablen Zeitfenster zu reagieren“, hatte die Oberbürgermeisterin den Stadtvertretern schon vor der Sommerpause geschrieben.

Und auch für das neue Jahr sieht es nicht viel rosiger aus. Der derzeit in der Politik diskutierte Entwurf des Finanzplans für 2015 sieht weitere Einsparungen im Personal vor. So sollen 300 000 Euro beispielsweise eingespart werden, wenn weitere rund 130 städtische Mitarbeiter freiwillig ihre Wochenarbeitszeit – und damit ihr Gehalt – reduzieren. Anders sieht es mit der Altersteilzeitregelung aus. Hier machen sich Einspareffekte erst nach Jahren bemerkbar. Derzeit gibt die Stadt allein fast 500 000 Euro pro Jahr für Mitarbeiter in der Freistellungsphase aus, die der Verwaltung daher gar nicht zur Verfügung stehen.

Die Personalkosten der Stadt steigen zudem unter anderem aufgrund tariflicher Anpassungen und der Übernahme von Auszubildenden. Beides sei aber gewollt, betont die Oberbürgermeisterin. Der Stellenplanentwurf 2015 weist insgesamt noch 1002 Stellen (Vorjahr: 1014) aus. Darin enthalten sind 107 Stellen für die Beschäftigten in der Freizeitphase der Altersteilzeit. Aktiv beschäftigt sind 898 Mitarbeiter innerhalb der Verwaltung in Teil- und Vollzeit, was rechnerisch 805 Vollzeitbeschäftigten entspricht.

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