zur Navigation springen

Schweriner Polizeiband : Perl und Cora statt Tatü-Tata

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Schwerins Polizeisprecher Steffen Salow tritt in seiner Freizeit mit der Band „Blue Light“ auf – ohne Blaulicht, dafür mit Gitarre

svz.de von
erstellt am 27.Jan.2017 | 11:45 Uhr

Nach Feierabend ist es endlich wieder soweit: Steffen Salow schlüpft aus der Uniform in seine Freizeitkleidung, nimmt die Gitarre in die Hand und spielt einen Akkord. „Musik ist für mich eine andere Welt, in der ich mich unglaublich wohlfühle“, sagt Salow. In seinem Beruf als Pressesprecher der Schweriner Polizei hat er es oft mit Sirene und Blaulicht zu tun. In seiner Freizeit bleibt die Sirene meist außen vor, allerdings dreht sich auch nach Feierabend viel um das blaue Licht: „Blue Light“ heißt nämlich die Band, für die Salow regelmäßig die Gitarre und das Mikrofon in die Hand nimmt.

Vor zwölf Jahren gründete der Polizist mit seinem Freund und Kollegen Jaroslaw die Band. „Damals hießen wir noch ,Hot Bullets‘ und wollten eine reine Polizei-Band sein“, erklärt Salow. Auf eine interne Ausschreibung hätten sich auch zahlreiche Musiker beworben. „Aber die Kollegen waren entweder aus Rostock oder Neubrandenburg und somit zu weit weg.“ Daher entschieden sich Gitarrist Salow und sein Kollege, ihre Band nicht nur auf Staatsdiener zu begrenzen. „Als wir dann komplett waren, mussten wir natürlich einen Probenraum finden. Glücklicherweise konnten wir mit der Erlaubnis des Dienststellenleiters die Sporthalle nach Feierabend als Band-Raum nutzen“, erzählt der Polizeisprecher.

Drei Monate später hatten die Freizeitmusiker dann ihren ersten Auftritt – natürlich vor den Kollegen, auf der Weihnachtsfeier. „Die meisten waren wirklich begeistert und haben uns inzwischen schon öfter besucht“, sagt Salow. Am liebsten singe er Balladen und Lieder von Roy Orbison und Perl. Die sechs Mitglieder von „Blue Light“ können aber mehr als das: Egal ob Rock, Pop oder echte Klassiker – für jeden sei etwas dabei. „Unser Gitarrist Tommy kann singen wie Westernhagen in seinen besten Zeiten. Wenn der mal loslegt, geht es richtig rund“, sagt der Beamte.

Außer dem Namen, der an eine Verbindung zur Polizei erinnern soll, ist von der Grundidee nicht mehr viel übrig geblieben: Bassist Jaroslaw und Bandleader Salow sind die einzigen Polizisten. „Wir haben auch kein Blaulicht dabei. Und Sirenen sowieso nicht“, erklärt Salow mit einem Lächeln. Auf die Frage, ob der Beruf bei seinem Hobby eine entscheidende Rolle spiele, hat Salow eine klare Antwort: „Ich liebe meinen Beruf. Aber in meiner Freizeit möchte ich auch mal etwas anderes machen. Es gibt für mich nichts schöneres als Musik.“

Blue Light-Webseite

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen