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Kommunikationszentrum für Jugendliche : Pavillon als Treffpunkt in Hof Barnin

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Er ist fast fertig, der Sommerpavillion auf dem gemeindeeigenen Dreieck in Hof Barnin. Am Wochenende haben der Bildhauer Nando Kallweit aus Balow und viele Helfer aus dem Dorf Balken zurechtgesägt, gehämmert und gebohrt.

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erstellt am 24.Okt.2012 | 11:03 Uhr

Hof Barnin | Er ist fast fertig, der Sommerpavillion auf dem gemeindeeigenen Dreieck in Hof Barnin. Genutzt werden soll er künftig als Treffpunkt oder Kommunikationszentrum. Am Wochenende haben der Bildhauer Nando Kallweit aus Balow und zahlreiche Helfer aus dem Dorf Balken zurechtgesägt, gehämmert, gebohrt und die Balken gesetzt. Kallweit hatte die fachliche und künstlerische Betreuung übernommen - und damit auch den Großteil der Arbeit. Doch es habe auch ihm Spaß gemacht - angesichts der vielen Helfer, sagte er. Und so wuchs der Pavillon Stück für Stück. Dass es kein gewöhnlicher wird, wenn ein Bildhauer mitwirkt, versteht sich.

Kallweit verwendet besonders witterungsbeständiges Robinienholz. Der natürliche Wuchs gibt dem Unterstand einen zusätzlichen Pfiff: Denn die Stämme, die als Außenpfeiler dienen, sind nicht alle schnurgerade gewachsen. Im Gegenteil. Die leichten Krümmungen machen die Besonderheit aus. Im Zentrum des künftigen Pavillons steht ein Eichenstamm, den durfte Eckhard Harder aus einem Waldstück an der B 321 holen. Die Forst hatte hier Bäume herausgenommen, und mit ihrer Zustimmung kam der Stamm nun nach Hof Barnin. Damit sind die wichtigsten Voraussetzungen für das Dach geschaffen. Auf die zuvor eingezogenen Balken wurden Bretter befestigt. Und die "Außenwand" wird ebenfalls mit Brettern verkleidet - allerdings nicht ganz hoch. Denn so kann auch Tageslicht in den Unterstand fallen. Damit es im Innern etwas "wohnlicher" aussieht, wird die Fläche noch mit Steinen gepflastert. Schließlich und endlich dürfen ein rustikaler Tisch und ebensolche Sitzmöglichkeiten nicht fehlen.

Die meiste Arbeit ist geschafft. Was jetzt noch zu tun bleibt, wollen die Väter der Kinder und Jugendlichen selbst übernehmen. Einbezogen werden nun auch die Jugendlichen selbst. "Wir gehen davon aus, dass das Kommunikationszentrum im nächsten Monat fertig ist", freut sich Gesine Harder, die sich mit anderen Eltern für das Projekt der Kinder einbringen. Nutznießer werden in erster Linie aber die 16 Jugendlichen von Hof Barnin sein. Das ist von vornherein so gewollt.

Denn es waren die junge Leuten des Dorfes, die sich ein solches Domizil als Treffpunkt wünschten. Vier von ihnen - Jesse Harder, Richard Dahl, Saskia Lemm und Lucie Wolf - regten den Bau an. Sie haben sich mehrfach zusammengefunden und darüber gesprochen. Rat und Hilfe holten sie sich beim Bildhauer Nado Kallweit ein. Er hat in der Vergangenheit bereits andernorts mehrere Jugendprojekte gestaltet und den jungen Hof Barninern angeboten, gemeinsam mit ihnen das Vorhaben umzusetzen.

Auch für die Finanzierung des Projektes hatten die Jugendlichen einen Vorschlag: Die Kommune wurde im Vorjahr als familienfreundliche Gemeinde ausgezeichnete. Dafür gab es ein Preisgeld in Höhe von 6000 Euro. Die Hälfte dieser Summe sollte in die zwei Dörfer gehen: Dorf Barnin und Hof Barnin. Auf dem Sportplatz in Dorf Barnin wurden von diesem Geld eine so genannte Nestschaukel und neue Fußballtore angeschafft. Auch das waren Wünsche der Kinder und Jugendlichen. Die Hof Barniner ihrerseits wünschten sich diesen Sommerpavillon als offiziellen Treffpunkt. Den hat der Ort bislang nicht gehabt. Und hier gibt es auch keinen offiziellen Spielplatz. Das Fußballfeld werde zwar geduldet, sei aber nicht als solches anerkannt, heißt es. Und weil beide Dörfer knapp drei Kilometer auseinander liegen, seien die Spielmöglichkeiten in Dorf Barnin am Strand keine alltägliche Alternative. Mit Unterschriften haben die Hof Barniner ihrem Wunsch Nachdruck verliehen - und die Gemeinde konnte diesen nachvollziehen.

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