zur Navigation springen

Fest im Stadtteil : Paulsstädter wollen gemeinsam feiern

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Zum 145. Jahrestag der Kirchweihe soll die Tradition alljährlicher Stadtteilfeste begründet werden: Vorbereitungskomitee nimmt Arbeit auf

svz.de von
erstellt am 24.Jan.2014 | 00:00 Uhr

„Unsere Idee ist es, möglichst viele Bewohner der Paulsstadt zusammenzubringen“, sagt Pastor Herbert Manzei. Und Ortsbeiratsvorsitzer Steffen Wehner ergänzt: Unser Stadtteil ist sehr weitläufig. Wir wollen mit einem gemeinsamen Fest, in dessen Vorbereitung und Durchführung sich sehr viele Paulsstädter einbringen können, das Zusammengehörigkeitsgefühl stärken.“ Willkommener Anlass für das Stadtteilfest, das eine Tradition begründen soll, ist der 145. Jahrestag der Einweihung der Paulskiche.

Sie wurde am 29. Juni 1869, dem Tag ihres Namenspatrons, des Apostels Paulus, durch ihre Gemeinde im Beisein von Großherzog Friedrich Franz II. feierlich in Besitz genommen. Die dreischiffige, vierjochige Hallenkirche mit Querschiff ist fast 60 Meter lang und überragt mit ihrem 67 Meter hohen Hauptturm die gesamte Paulsstadt. Deren Name wiederum geht auf Großherzog Paul Friedrich zurück. Als er im Jahre 1837 beschloss, den Residenzsitz von Ludwigslust zurück nach Schwerin zu verlegen, bildete er eine Stadtentwicklungskommission und gab ihr die Entwicklung dieses Stadtteils zum Auftrag, der fortan seinen Namen trug: Paulsstadt. Es war der letzte Stadtentwicklungsimpuls, den nicht die Stadt selbst verantwortete. Der Bau der Paulskirche begann 1863. Wegen der Bahngleise, die 15 Jahre zuvor in unmittelbarer Nähe verlegt worden waren, musste sie auf einem Fundament gegründet werden, das das zweifache ihrer Baumasse umfasst. Bemerkenswert sind zudem ihre Fenster als leuchtendes Beispiel Schweriner Kirchenbaukunst, der Flügelaltar mit Geschichten aus dem Alten und Neuen Testament und das größte Instrument des Schweriner Orgelbaumeisters Friedrich Friese III., das 1999 grundlegend restauriert wurde. Originalgetreu erhalten sind Gestühl, Kanzel und Altar.

„Wir wollen das Stadtteilfest nutzen, um mit mehreren, thematisch unterschiedlichen Führungen die Besonderheiten der Paulskirche einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen“, sagt Pastor Manzei. Denn das für den 28. und 29. Juni geplante Fest soll rund um die Kirche stattfinden. „Wir haben verschiedene Plätze ins Kalkül gezogen, am besten scheint dieser geeignet. Und die Kirche bietet sich einfach an, als Zentrum zu fungieren“, erläutert Wehner.

Ideen für das Stadtteilfest sind bei dem Vorbereitungskomitee um den Ortsbeiratsvorsitzenden und den St. Pauls-Pastor schon eine ganze Menge eingegangen. Dazu zählen neben den Kirchenführungen auch historische Stadtrundgänge durch die Paulsstadt, ein Kulturprogramm, das von verschiedenen Initiativen, beispielsweise aus dem Külzhaus und dem Paulsstadttreff, der Schule der Künste und Musikern und Bands aus der Paulsstadt gestaltet wird, ein Flohmarkt von Kindern für Kinder, dann das Kirchweihfest mit Gottesdienst und Brunch, ein Kirchenkonzert und vieles mehr. „Wir müssen das jetzt alles sichten und schauen, was personell, finanziell, zeitlich und räumlich alles zu machen ist“, sagt Wehner. Weitere Ideen und Akteure seien aber gefragt. „Dieses Fest wird eine gute Gelegenheit für die Paulsstadt, sich vorzustellen, und für Gäste, unseren Stadtteil zu entdecken“, betonen Manzei und Wehner.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen