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Zeitung für die Landeshauptstadt

18. Dezember 2017 | 15:51 Uhr

Willkommen : Pastorin freut sich aufs Landleben

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Wiebke Langer wird am Sonntag beim Festgottesdienst in der Warsower Dorfkirche ordiniert und tritt ihr neues Amt an.

von
erstellt am 05.Apr.2014 | 10:00 Uhr

Wer auf der B 321 durch Warsow fährt, wird für Sonntag zum Festgottesdienst eingeladen: „Ordination/Einführung“ steht in großen Lettern auf dem Transparent vor der Dorfkirche. „Daran habe ich keine Aktie“, erzählt Wiebke Langer. Dabei ist die 34-Jährige die Person, die morgen Nachmittag im Mittelpunkt stehen wird. Die Theologie und Erziehungswissenschaftlerin tritt ihre erste Pfarrstelle an, als evangelische Pastorin von Gammelin-Warsow-Parum. Propst Karl-Matthias Siegert wird Langer in ihr Amt einführen. Der Gottesdienst beginnt um 14 Uhr, anschließend wird zum Kaffeetrinken eingeladen. „Das Schild hat der Kirchengemeinderat allein her- und aufgestellt. Hier gibt es viele aktive Mitstreiter. Das ist toll“, ergänzt die junge Frau.

Einige ihrer Mitstreiter kennt Wiebke Langer bereits, mit vielen weiteren will sie morgen ins Gespräch kommen. „Seit Anfang März bin ich ja schon hier. Aber ich kenne noch lange nicht Alles und Jeden, entdecke jeden Tag etwas Neues.“ Doch der erste Eindruck von Land und Leuten lässt bei der 34-Jährigen die Zuversicht wachsen, schnell in Gammelin heimisch zu werden. Denn die neue Pastorin für die weitläufige Region wohnt – wie schon ihre Vorgängerin Maria Harder – im Gammeliner Pfarrhaus. 16 Dörfer, die Kirchen in Gammelin, Warsow und Parum sowie die Kapellen Bakendorf und Hülseburg gehören zu diesem Kirchspiel. Um die 750 evangelische Christen leben hier. Wiebke Langer will vor allem die Seelsorgerin sein, Ansprechpartner für Jung und Alt, für Christen und Nicht-Christen. Denn auch das hat die neue Pastorin bereits sehr erfreut festgestellt: „Hier gibt es eine gute Zusammenarbeit mit der Grundschule Gammelin, den Feuerwehren und Gemeindevertretungen.“ Hinzu kommt, dass sich Wiebke Langer bei der Arbeit in der Kirchengemeinde auf Elisabeth Liefert verlassen kann, die weiterhin für Kinder- und Jugendarbeit sowie alles rund um die Musik verantwortlich ist. „Das erleichtert mir die Arbeit ungemein“, erzählt Langer.

Aber dennoch hat die junge Frau den Eindruck, sehr viel kostbare Zeit im Auto zu verbringen, um von Dorf zu Dorf, von Gesprächstermin zu Gesprächstermin zu fahren. „Da ist eine gute Arbeitsorganisation unverzichtbar.“ Wiebke Langer setzt dabei auf ein wichtiger Hilfsmittel: den Anrufbeantworter. „Ich rufe zurück“, betont sie. „Deshalb bitte keine Angst haben und auch eine Nachricht hinterlassen.“ Am morgigen Sonntag besteht zudem die Möglichkeit zur persönlichen Kontaktaufnahmen mit der neuen Pastorin. Damit möglichst viele Menschen am Einführungsgottesdienst teilnehmen könne, findet dieser in Warsow statt. „Die Kirche ist größer als die in Gammelin und kann beheizt werden“, nennt Langer einen zweite pragmatischen Grund für die Wahl des Ortes.

Apropos Ortswahl: Dass die gebürtige Hamburgerin und bekennende Norddeutsche ihre erste Pastorenstelle in Gammelin-Warsow-Parum antritt ist kein Zufall. Ihr Vikariat hat Wiebke Langer in der Güstrower Domgemeinde absolviert. Während dieser Zeit habe sich auch gemerkt, dass der Beruf der Pastorin der richtige für sie sei. Denn Wiebke Langer kann ja zwei abgeschlossene Studien vorweisen, war schon in der Kinder- und Jugendarbeit tätig. Doch Hausaufgaben-Hilfe leisten und Heimkinder zum Aufräumen der Zimmer anzuhalten, das reichte der junge Frau nicht. Sie will für die Menschen da sein, sie in schwierigen und schönen Lebenssituationen begleiten und unterstützten. Deshalb bewarb sich Wiebke Langer in der Nordkirche um eine Pfarrstelle in Mecklenburg und das auch gern auf dem Lande. Da zu diesem Zeitpunkt der Wechsel von Pastorin Maria Harder nach Grevesmühlen schon feststand, schlug der Bischof für die Nachfolge hier Wiebke Langer vor. Die Kirchengemeinderäte hatten dem zugestimmt.

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