Schwerin : Party am Zippendorfer Strand genehmigt

Die Beachparty am Zippendorfer Strand kann steigen: Das Schweriner Ordnungsamt gab gestern grünes Licht für die umstrittene Veranstaltung am kommenden Sonnabend.

svz.de von
13. Juni 2012, 08:42 Uhr

Zippendorf | Die Beachparty am Zippendorfer Strand kann steigen: Das Schweriner Ordnungsamt gab gestern grünes Licht für die umstrittene Veranstaltung am kommenden Sonnabend. "Die Organisatoren haben unsere Auf lagen erfüllt", sagte Ordnungsamtsleiterin Gabriele Kaufmann auf Anfrage unserer Zeitung. Damit seien aus Sicht der Stadt alle Bedenken ausgeräumt, die Ortsbeirat und Anwohner gegen das Strandfest vorgetragen hatten (wir berichteten).

Mehrere Tage hätten Veranstalter, Stadt, Polizei und Feuerwehr gemeinsam am Sicherheitskonzept für die Beachparty gefeilt, berichtete Kaufmann. Die Veranstaltungsfläche am Strand werde kleiner sein als ursprünglich geplant und müsse komplett ein gezäunt werden. Die Organisatoren stellten außerdem eine ausreichende Anzahl mobiler Toiletten bereit. Bis zu 1500 Gäste dürften am Sonnabend von 12 bis 24 Uhr in Zippendorf Sport treiben und feiern. "Die Stadt hat sich ihre Entscheidung nicht leicht gemac ht", betonte die Ord nungsamts chefin. Kräfte des Kom munalen Ordnungsdienstes und der Poliz ei würden die Fete am Sonnabend begleiten und im Falle eines Falles auch einschreiten.

Erleichterung gestern bei den Ver anstaltern: "Wir sind sehr glücklich, dass wir die Genehmigung der Stadt bekommen haben", sagte Björn Beglau vom Organisatoren-Team. Für jedes denkbare Szenario sei eine Lösung gefunden worden. Zusätzliche Sicherheitskräfte und Ordner würden für einen reibungslosen Ablauf des Strandfestes sorgen, versicherte Beglau.

Der fraktionslose Stadtvertreter Manfred Strauß kritisierte unterdessen mit deutlichen Worten das Verhalten von Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow, die den Zippendorfer Ortsbeirat im Vorfel d der geplanten Beachparty weder informiert noch beteiligt habe. Angesichts der mit der neuen Ortsbei ratssatzung verankerten Bürgerrechte sei das Verhalten der OB gegenü ber den Zippendorfer Bürgern "auf das Schärfste zu missbilligen", so Strauß. Die Anwohner hätten bei aller berechtigten Feierlaune der Schweriner Jugendlichen ein Recht auf den Schutz ihres Eigentums, ihrer Gesundheit und allgemein auf Bewahrung der öffentlichen Ordnung. Bei rund 1500 ange kündigten Besuchern müssten deshalb "sehr strenge Maßstäbe an die Absicherung der Veranstaltung" gelten, betonte der Stadtvertreter.

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