zur Navigation springen

Schwerin will Anwohner in weiterem Stadtteil zur Kasse bitten : Parkzone: Werdervorstadt soll zahlen

vom

In der Schweriner Werdervorstadt herrscht Parkplatznot. Jetzt schaltet sich die Stadtverwaltung ein. Sie plant eine Bewohnerparkzone für "die gesamte Werdervorstadt", wie Baudezernent Wolfram Friedersdorff sagt.

svz.de von
erstellt am 18.Apr.2013 | 07:00 Uhr

Werdervorstadt | In der Werdervorstadt herrscht Parkplatznot. "Ich kurve hier manchmal eine Viertelstunde nach einem Parkplatz herum", sagt Manuela Blaschkowski. Sie wohnt in der Walther-Rathenau-Straße. "Nach 19 Uhr brauche ich nicht mehr nach einem Stellplatz am Straßenrand gucken", erklärt Sören Bergmann.

Jetzt schaltet sich die Stadtverwaltung ein. Sie plant eine Bewohnerparkzone für "die gesamte Werdervorstadt", wie Baudezernent Wolfram Friedersdorff sagt. Dafür müsse der ruhende Verkehr verlagert werden. Zurzeit arbeiten Verkehrsexperten an einem Konzept für die Werdervorstadt, zählen den Verkehr und erstellen Gutachten. "Für eine Bewohnerparkzone muss alles gerichtsfest sein", so der Baudezernent. Die Konfliktsituation müsse "tatsächlich" vorhanden und nachgewiesen sein.

Derzeit stellen Pendler tagsüber ihre Autos in der Werdervorstadt ab, weil sie in der Schelfstadt zur Kasse gebeten werden. Abends reicht der Parkraum für die Werdervorstädter nicht aus. "Wenn wir spät am Tag von einem Volleyballspiel zurückkommen, beginnt die Sucherei", erzählt Manuela Blaschkowski. Dann bleibt oft nichts weiter, als auf dem Gelände des ehemaligen Klärwerks nach einer Abstellmöglichkeit zu suchen. "Dort sollte die Stadt einen Parkplatz einrichten", schlägt Wolfgang Mraz vor. Dass das geht, zeigt das ehemalige Polizeigelände in der Amtstraße. Dort schuf die Verwaltung vorübergehend Stellflächen für die Anlieger der Bergstraße, die zurzeit saniert wird.

"Nachts werden wir das Parkproblem in der Werdervorstadt nicht lösen können, aber tagsüber etwas entschärfen", erklärt Friedersdorff. Ziel sei es, den so genannten Parkdruck zu verlagern. Abends und nachts sollten im Idealfall Anwohner genug Stellflächen für ihre Autos finden, tagsüber will die Stadt bezahl ten Parkraum für Pendler schaffen. 25 000 Menschen kommen täglich zum Arbeiten in die Landeshauptstadt, 8 000 Schweriner pendeln ins Umland oder weiter weg zur Arbeit. "Wir haben täglich mit 17 000 zusätzlichen Autos im Stadtgebiet zu kämpfen, müssen für diese Platz schaffen", sagt Frieders dorff. Das gehe nur, wenn man die Auswärtigen zur Kasse bitte.

Auch Manuela Blaschkowski ist Auspendlerin, fährt täglich nach Lübz und ist auf ihr Auto genauso angewiesen wie ihr Lebensgefährte. Sie würde eine intelligente Lösung seitens der Stadt begrü ßen, "wenn diese das Parkplatzproblem entschärft", sagt sie.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen