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Crivitzer Parkflächen : Parken – direkt vor der Ladentür

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Stadt Crivitz folgt einer Initiative von Unternehmern aus der Altstadt und schafft Parkplätze in der Großen Straße

von
erstellt am 11.Okt.2017 | 16:00 Uhr

Wer in der Großen Straße von Crivitz seinen Wagen abstellt, um „nur mal kurz“ ein Paket abzuholen oder den Fernsehapparat zur Reparatur zu bringen, riskiert ein Knöllchen. Doch das soll sich so schnell wie möglich ändern. „Wir haben die Umgestaltung der Straße gegenüber der Bushaltestelle beschlossen, der Auftrag ist raus“, kündigt Bürgermeisterin Britta Brusch-Gamm im Gespräch mit den Unternehmerinnen Petra Schneider und Anna Schade an. Die beiden Frauen gehören zu einer Gruppe von Crivitzer Unternehmern, die sich für die Schaffung von mehr Parkplätzen in der Altstadt stark macht. Die Geschäftsleute beließen es aber nicht bei der Forderung an die politischen Gremien: Sie organisierten Verkehrszählungen, befragten Kunden, sammelten Unterschriften und lieferten konkrete Vorschläge. Und das erste Projekt wird jetzt in Angriff genommen.

Los geht es dabei gegenüber der Ladentüren der Geschäfte von Anna Schade und Petra Schneider. Dort gibt es einen breiten Gehweg und einen schmalen, gepflasterten Streifen, der zur Großen Straße gehört. „Durch diese Bauweise ist die Fahrbahn so schmal, dass das Parken nicht erlaubt werden kann, obwohl der Platz für fünf, sechs Parktaschen vorhanden ist“, berichtet Geschäftsinhaberin Anna Schade. Zwischen 80 und 150 Autos hielten zur Geschäftszeiten an normalen Wochentagen dennoch hier an – so ein Ergebnis der Zählung der Unternehmer. „Wenn wir wollen, dass die Durchfahrenden anhalten und in Crivitz einkaufen, müssen wir ihnen die Möglichkeit dazu bieten“, betont Petra Schneider. Vielen Kunden sei der Weg vom Markt zur Großen und Parchimer Straße einfach zu weit. Und die Kurzzeit-Beschränkung auf eine halbe Stunde tue ihr Übriges. „Gut wäre es, wenn die Kunden hier zwei Stunden stehen können, fügt Anna Schade an. Denn die Leute brauchen etwas Zeit, wenn sie zu einem der drei Frisörgeschäfte, zwei Optiker oder zwei Kosmetiker gehen, die hier ebenfalls zu finden sind. Die Crivitzer Stadtvertreter folgten dieser Anregung und lassen nun für fast 10 000 Euro die Große Straße umgestalten.

„Das ist aber nicht die erste Aktion für mehr Parkplätze in der Altstadt“, betont die Bürgermeisterin. Die Stadt hat die zentrale Marktfläche fürs Parken freigegeben – außer am Wochenmarkt-Tagen. Der Parkplatz vor dem Amtsgebäude darf nach Abschluss der Bauarbeiten nun zwei Stunden lang kostenfrei genutzt werden. Und dabei soll es nicht bleiben, kündigt Brusch-Gamm an. Auch in der Goethestraße werde geguckt, ob sich ohne großen Aufwand Parktaschen errichten lassen. Die Kirchengemeinde prüft, ob sie ein Areal an der Stadtkirche beisteuern kann. Die Bürgermeisterin appelliert außerdem an in der Altstadt Tätigen, ein paar Meter Fußweg zum Arbeitsort in Kauf zu nehmen, damit die vorhandenen Parkplätze den Kunden zur Verfügung stehen. Die Crivitzer Wählergemeinschaft, der auch Brusch-Gamm angehört, hatte zudem eine eigene Umfragen zur Parkplatz-Situation unter Unternehmern gemacht. Eines der Ergebnisse dabei: Die Firmen wären auch bereit, neu gebaute Parkplätze zu mieten.

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