Schweriner Künstler : Papierblatt wird ein Einhorn

Nele Reiber zeigt ein Windspiel mit Kranichen. Sie entstehen aus quadratischen Bögen.
Nele Reiber zeigt ein Windspiel mit Kranichen. Sie entstehen aus quadratischen Bögen.

Pfingsten öffnen viele Künstler ihre Ateliers– im Kunst-Wasser-Werk zeigt Nele Reiber schon jetzt Origami

23-11371792_23-66107978_1416392486.JPG von
02. Juni 2017, 23:08 Uhr

Pfingsten ist in Mecklenburg-Vorpommern Kunst-Zeit. Mehr als 800 Künstler und Kunsthandwerker – Profis und Laien – öffnen die Türen ihrer Ateliers und laden die Besucher zum Schauen und zum Dialog ein. Einige Schweriner Künstler zeigen aber schon jetzt ausgewählte Arbeiten: Im Kunst-Wasser-Werk ist derzeit die Ausstellung „Gelbkunst“ zu sehen.

Mit dabei ist Nele Reiber. Sie zeigt gefaltete Kunst, genauer gesagt: Origami. In der alten Maschinenhalle sind zahlreiche Figuren von ihr zu sehen: Kraniche natürlich, Schmetterlinge, Drachen, Einhörner und andere.

„Ich hole mir die Anregungen aus dem Internet. Auf Youtube gibt es kleine Anleitungsvideos. Da kann man das Falten neuer Figuren Schritt für Schritt sehen und mitüben“, erzählt Nele Reiber. Begonnen hatte sie mit der Origami-Kunst schon als Schülerin. „Meine Oma hatte mir die Geschichte von dem kranken Mädchen aus Hiroschima erzählt und die Legende von den 1000 Kranichen, die ihr helfen. Seither falte auch ich Kraniche.“

Für einen dieser Vögel braucht sie nur wenige Minuten, bis sie ihn aus einem quadratischen Blatt gefaltet hat. „Mein kleinster entstand aus einem sechs mal sechs Millimeter großen Stück Papier “, erzählt sie. Für andere Figuren wie das Einhorn oder den Drachen braucht sie dagegen schon mal bis zu 20 Minuten. „Die Übung machts“, sagt Nele Reiber. Mit zunehmender Erfahrung könne man auch experimentieren, etwa die Körperproportionen verändern. „Origami ist kreativ und entspannend, ein schöner Ausgleich zu meinem Job als Redakteurin“, erzählt sie. Und es soll Hobby bleiben, obgleich die Nachfrage etwa nach Ohrringen mit kleinen Kranichen oder Einhörnern wachse.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen