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Zeitung für die Landeshauptstadt

20. November 2017 | 14:49 Uhr

Platz für neue Häuser : Pampows Zentrum kann wachsen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Ruinen der einstigen Kuhställe abgerissen: Neubau von Ärztehaus, Gewerberäumen und Wohnhäusern an gleicher Stelle vorgesehen

von
erstellt am 29.Mai.2014 | 23:45 Uhr

Die letzte Hürde bei der Abrundung des Dorfzentrums von Pampow ist übersprungen. Das hofft Bürgermeister Hartwig Schulz jedenfalls. Denn zumindest ist jetzt ein großes Hindernis aus dem Weg geräumt. Und das im wahrsten Sinne des Wortes: Die Ruinen der einstigen Kuhställe sind verschwunden. Gemeindevertreter, Baufachleute und Vertreter der Abrissfirma trafen sich zur technischen Abnahme des Areals südlich der Bahnhofstraße. „Wir gehen jetzt daran, hier schnell Baurecht zu schaffen“, kündigt das gerade wiedergewählte Gemeindeoberhaupt an. Direkt an der Straße sollen ein Ärztehaus und weitere Gewerberäume entstehen. Dahinter dürfen Häuser errichtet werden – mit Wohnungen für 25 Familien. „Die Nachfrage ist da“, hebt Schulz hervor. Vor allem Kinder von Pampowern, die eigene Familien gründen und im Dorf bleiben wollen, suchen Bauland. Da im Speckgürtel von Schwerin aber keine neuen Wohngebiete entstehen sollen, war es ein langer Weg, bis dieser Kompromiss zustande kam.

Zugleich ist eine solche Nutzung die einzige realistische Chance, neues Leben auf das einstige Stallareal zu bringen. „Diese Fläche liegt direkt zwischen dem neuen Dorfzentrum mit Supermärkten, weiteren Geschäften, Feuerwehrhaus und Festplatz auf der einen Seite sowie neuen Wohnhäusern und Sportplatz auf der anderen Seite“, erläutert Schulz. Deshalb hat die Gemeinde Pampow nie locker gelassen, um dieses Areal frei zu räumen und zu bebauen.

Bereits im vorigen Sommer waren die Pampower um Bürgermeister Hartwig Schulz sehr zuversichtlich, dass alle Hindernisse überwunden sind. Das Land gab damals nicht nur grünes Licht für den Abriss, sondern stellte auch rund 100 000 Euro bereit. Das Landwirtschaftsministerium unterstützte den Rückbau der verwahrlosten Stallanlage, das Innenministerium schickte eine Sonderbedarfs-Zuweisung. Die Gemeinde selbst plante damals mit weiteren 100 000 Euro Abrisskosten aus der eigenen Kasse.

Nun werden unterm Strich knapp 270 000 Euro auf der Abschlussrechnung stehen. Hinzu kommt ein Zeitverzug von mehreren Monaten. Denn der Abriss lief nicht so wie gedacht. Es gab Kritik und Streit um die Ausführung der Arbeiten und die Beseitigung der Schadstoffe. Zeitweise ruhten die Arbeiten komplett (SVZ berichtete.) Und schließlich wurden im Erdreich mehr Altlasten gefunden als erwartet. „Das waren schwere Verhandlungen, bis wir alle Probleme gelöst hatten“, sagt Schulz rückblickend. Doch damit haben die Beteiligten jetzt abgeschlossen. Der Bürgermeister hofft, dass die nächste Strecke ohne Hindernislauf bewältigt werden kann und es im Spätsommer endlich mit dem Bau der neuen Häuser losgeht.

 

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