Mit Hut und Cowboystiefeln : Pampowerin weckt das Tanzfieber

Kurze Pause beim Training fürs Foto: Mit den Kindern der Line Dancer trainiert Kerstin Plötz (M.) zweimal im Monat im Gemeindehaus Pampow. Allen macht es großen Spaß.
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Kurze Pause beim Training fürs Foto: Mit den Kindern der Line Dancer trainiert Kerstin Plötz (M.) zweimal im Monat im Gemeindehaus Pampow. Allen macht es großen Spaß.

Kerstin Plötz hat den Line Dance für sich entdeckt und begeistert Jung und Alt: Inzwischen trainiert die 47-Jährige zwei Gruppen

Rotes T-Shirt, blaues Halstuch und Cowboyhut – so präsentieren sich die Mädchen der Pampower Line Dancer. Sobald die Musik von der CD erklingt, legen sie los mit ihren Schritt-Kombinationen. Es macht ihnen Spaß. Und selbst die Mütter, die ihre Kinder zum Training in das Gemeindehaus bringen und warten, wippen mit ihren Füßen mit. Der Rhythmus steckt an. Bei Line Dance wird in Reihen und Linien vor- und nebeneinander getanzt. Die Tänze sind zur Musik – zumeist Country und Pop – choreografiert.

Zweimal im Monat, dienstags von 16 bis 17 Uhr, treffen sich die Mädchen zum Training mit ihrer Übungsleiterin Kerstin Plötz. Sie ist selbst begeisterte Line Dancerin. „Ich habe den Tanz als Freizeitbeschäftigung während einer Kur für mich entdeckt“, erzählt die Pampowerin. Und anschließend wollte sie dabei bleiben. Weil die gelernte Eisenbahnerin damals noch im Schichtdienst arbeitete, konnte sie sich keiner anderen Tanz-Gruppe anschließen. „Mein Mann hat mir geraten, selbst eine Line-Dance-Gruppe in Pampow zu gründen.“ Doch bevor das erste Training stattfinden konnte, musste Kerstin Plötz noch einiges klären. Wichtigste Frage war die nach den Räumlichkeiten. Sie ist damals zur Gemeindebibliothekarin Ursula Heysel gegangen, erzählt Kerstin Plötz. Kein Problem, hieß es. Die Line Dancer können das Gemeindehaus nutzen. Die Trainerin in spe bot eine Schnupperstunde an. Abends, um 19.30 Uhr. Dann haben auch die Frauen, die arbeiten gehen und Kinder versorgen müssen, Zeit, war ihre Überlegung. Dennoch: Ein bisschen Bammel hatte sie schon vor der ersten Stunde. Wie viele Frauen werden kommen? Kommen überhaupt welche? Als sie dann um die Ecke zum Gemeindehaus bog, wich die Anspannung. 25 Frauen im Alter von 24 bis 65 Jahren warteten. So viel Zulauf hatte die Pampowerin nicht erwartet. Der Raum im Gemeindehaus reichte für die Tanzabende nicht aus. Wieder ging Kerstin Plötz zu Ursula Heysel. Seitdem üben 26 Frauen im Saal des Feuerwehrhauses.

Vor knapp einem Jahr kam dann die Kindergruppe dazu. Ein Mädchen hatte den Anstoß dazu gegeben. Jetzt treffen sich zwölf tanzfreudige Mädchen regelmäßig im Foyer des Gemeindehauses.

Die ersten drei Tänze hatte Kerstin Plötz während ihrer Kur gelernt. Die nachfolgenden bringt sich die 47-Jährige selbst bei – zu Hause. Dafür nutzt sie DVDs und im Internet ein Videoportal. In den zweieinhalb Jahren hat Kerstin Plötz mit den Frauen elf Tänze einstudiert, bei den Kindern ist es der jetzt der siebte Tanz. Gezeigt haben die beiden Gruppen ihr Können unter anderem in Pampow auf dem Erntefest, vor Senioren in der Wohnanlage, beim Weichnachtsfest und beim Landeserntedankfest in Neu Kaliß.

Das Training sei ein Geben und Nehmen, meint die Pampowerin. „Ich ziehe selbst viel Kraft daraus.“ Das Tanzen gebe ihr innere Zufriedenheit. Wenn sie mit den Kindern oder Frauen übt, schalte sie komplett ab. Dann lasse sie den Alltag hinter sich. Das Schöne: Die Frauen haben immer was zu lachen. „Es geht ja nicht um Perfektionismus, sondern um Spaß und Freude“, meint die Tainerin, die sich ehrenamtlich einbringt. Es gibt kein Geld dafür, keine Aufwandsentschädigung. Aber häufig ein Dankeschön von den Mitwirkenden und dem Publikum. Das entschädigt auch.

Zum Outfit gehören neben Halstuch, Cowboyhut und T-Shirt auch Westernstiefel. Die fehlen noch. Vielleicht, so die Hoffnung der Pampower, findet sich jemand, der die kleinen Tänzer da unterstützen kann.

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