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Langen Brütz : Pächter soll Schwung ins See-Leben bringen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Gemeinde Langen Brütz sucht einen Betreiber für das Strandgebäude am Cambser See

von
erstellt am 11.Aug.2017 | 08:00 Uhr

Ein bisschen zu still ruht der Camber See in Langen Brütz. Denn seit gut einem Jahr ist die Gemeinde auf der Suche nach einem Pächter. Vor einigen Jahren ist kräftig investiert worden. Doch nach dem plötzlichen Tod des bisherigen Pächters, blieb die Nachfolge ungeklärt. „Das ist sehr schade, denn wir können einiges bieten“, sagt Bürgermeister Gunnar Weinke.

Ein neuer Badesteg mit Badeinsel, ein kleines Strandgebäude für den Imbiss und renovierte Sanitäreinrichtungen. In den Strandbereich sind seit 2012 rund 150 000 Euro geflossen – einschließlich Fördermittel. „Wir haben gute Voraussetzungen für einen Pächter geschaffen“, sagt Weinke. Lediglich die Einrichtung für den Imbiss müsste dieser mitbringen. Zwei Räume stehen zur Verfügung. Der Plan der Gemeinde ist es, dass der künftige Pächter die Badegäste mit Imbiss und Getränken versorgt. Dazu könne er das kleine Strandgebäude mit Terrasse und das knapp 3000 Quadratmeter große Areal nutzen.

Aber das allein sei es nicht, was auf der Wunschliste der Langen Brützer steht: „Wir würden uns sehr freuen, wenn wieder mehr Leben am See ist und auch aus anderen Orten Badegäste kommen“, erklärt der Bürgermeister und erzählt von Osterfeuern, einer Badewannen-Regatta und Sommer- sowie Erntefesten. „Unsere Badestelle könnte wieder mehr in den kulturellen Fokus rücken, denn es ist schön am See“, schiebt Weinke hinterher. Allein als Gemeinde den Strand zu betreiben, sei nicht möglich. „Das ist ganz klar eine freiwillige Aufgabe der Kommune, und wir bekommen so schon genügend Druck, dass wir mehr Geld einsparen sollen“, so der Bürgermeister. Bereits jetzt seien die Pflichtaufgaben – wie beispielsweise regelmäßige Wasserproben – ein Streitpunkt bei den Finanzen.

Und wenn dann noch Ärger durch Vandalen hinzukommt, ist die Laune von Gunnar Weinke völlig im Keller. „Dummköpfe haben die Toiletten aufgebrochen und alles demoliert. Das sind nun zusätzliche Ausgaben für die Kommune“, erklärt er und hofft, dass mit einem neuen Pächter auch solche Probleme nicht mehr auftauchen. „Ist mehr Leben am Strand, gucken mehr Augen hin, dass kein Unfug gemacht wird“, schiebt er hinterher. Geld wolle die Gemeinde mit der Badestelle übrigens nicht verdienen: „Wir suchen einen Betreiber, der ein Händchen für Kultur hat“, betont Bürgermeister Weinke. Interessenten können sich bei Jens Vorfahr unter Telefonnummer 0172/3897944 melden.

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