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Berliner in Schwerin : Ostkreuz: Fotografen an der Schnittstelle

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Ausstellung im Schleswig-Holstein-Haus zeigt 200 Arbeiten der Berliner Gruppe

„Ostkreuz“ ist der Name einer international bekannten Agentur von Fotografen, die 1990 in Paris gegründet wurde, ihren Sitz aber in Berlin hat. Die Jubiläumsausstellung zu ihrem 25. Jahrestag mit Fotografien aus einem Vierteljahrhundert kommt jetzt nach Schwerin. Sie wird von Sonnabend an an drei Orten – im Schleswig-Holstein-Haus, in der Galerie des Vereins MV Foto und in der Sparkasse am Marienplatz – zu sehen sein.

Einer der gut 20 „Ostkreuzler“ kommt aus Schwerin: Tobias Kruse. Er erzählt über die Agentur, ihre Geschichte und die Ausstellung: „Die Wurzeln von Ostkreuz liegen in Berlin und Paris. In der Wendezeit hatte Frankreichs Staatspräsident Francois Mitterand bekannte DDR-Fotografen eingeladen, darunter Sibylle Bergmann, Harald Hauswald, Ute und Werner Mahler und andere. Da sich alle beruflich neu organisieren mussten, gründeten sie eine Foto-Agentur.“ Der Name Ostkreuz habe einerseits mit Berlin zu tun, sei andererseits ein Symbol für die Schnittstelle zwischen Ost und West. „Wir sind weltweit unterwegs“, sagt Kruse. Das spiegele sich auch in der Ausstellung wider.

Warum eine Agentur eine Kunstausstellung gestaltet, erklärt das jüngste Ostkreuz-Mitglied Heinrich Völkel: „Unser Anliegen ist, uns mit der Welt auseinanderzusetzen. Dabei sind wir Dienstleister und Autor zugleich.“ Tobias Kruse ergänzt: „Das internationale Renommee der Agentur hilft uns natürlich dabei, beides zu verbinden. Es gibt uns Freiheiten.“

Für die Ausstellung, die nach Paris in Marseille und jetzt in Schwerin gezeigt wird, sind Arbeiten aus 25 Jahren ausgewählt worden. Die Bandbreite ist riesig: Polizeieinsatz zur Räumung der Mainzer Straße in Berlin von Protestierenden 1990, sehr persönliche Aufnahmen von den Bewohnern eines sterbenden Dorfes in Brandenburg, Bilder von der Gründung des Staates Südsudan, von Feierlichkeiten in aller Welt, eine Allegorie über das Leben, Havanna in den 90er-Jahren und vieles mehr.

Die Ausstellung ist bis 24. Juli täglich von 10 bis 18 Uhr zu sehen.

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erstellt am 12.Mai.2016 | 09:00 Uhr

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