Vorfreude : Ostereier mit besonderem Strich

Mit Ausziehtusche und Zeichenfeder bemalt Ines Höfs gewöhnliche Eier. Wie daraus kleine Kunstwerke werden, das demonstrierte  sie den Gästen Helga Krüger mit Enkelin  Käthe, Decohaus-Betreiberin Claudia Möller sowie   Elisabeth Gillner und Margrit Gazioch.
Mit Ausziehtusche und Zeichenfeder bemalt Ines Höfs gewöhnliche Eier. Wie daraus kleine Kunstwerke werden, das demonstrierte sie den Gästen Helga Krüger mit Enkelin Käthe, Decohaus-Betreiberin Claudia Möller sowie Elisabeth Gillner und Margrit Gazioch.

Schweriner Grafikerin zeigte interessiertem Publikum im Pinnower Decohaus, wie sie ihre kleinen Kunstwerke gestaltet und bemalt

svz.de von
01. März 2014, 12:00 Uhr

Eine ruhige Hand, einen Blick fürs Detail und viel Geduld – das braucht Ines Höfs, wenn sie Ostereier bemalt. Denn diese sind außergewöhnlich: Die Grafikerin gestaltet kleine Kunstwerke aus Hühner-, Enten- oder Gänseeiern. Das macht sie mit Ausziehtusche und Zeichenfeder. Wie aus einem ganz gewöhnlichem Ei ein Schmuckstück wird, das demonstrierte die Schwerinerin gestern im Pinnower Decohaus. Interessierte Besucher konnten ihr in der offenen Werkstatt über die Schulter schauen.

Doch bis so ein Osterei fertig ist, können bis zu 15 Stunden vergehen, erzählt die Künstlerin. Viele Arbeitsschritte sind nötig, denn in der Regel werden die Eier mehrfach gelackt – matt oder glänzend – und müssen zwischendurch immer wieder trocknen. Daher liegen auf dem Arbeitstisch von Ines Höfs immer mehrere unfertige Ostereier, an denen sie zeitgleich arbeitet. Doch damit sich gestern die Gäste ein Bild von ihrer
Ostereierkunst machen konnten, hatte Ines Höfs 60 bemalte Kunstwerke mitgebracht und im Decohaus platziert. Diese bleiben bis 20. März hier, Besucher haben so die Möglichkeit, sich die handbemalten Unikate noch in aller Ruhe anzuschauen.

Die Motive auf den Eiern sind vielfältig, sie reichen von Landschaften, Tieren, Pflanzen bis hin zu Persönlichkeiten der Geschichte Mecklenburgs. So sind unter anderem die Großherzogin Alexandrine und Fürst Niklot dargestellt.

Einen ersten Eindruck von der Kunst des Ostereierbemalens haben die Besucher schon gestern bekommen. Helga Krüger aus Pinnow war mit ihrer dreijährigen Enkelin gekommen. „Ich bin überrascht von der Kreativität. Die Ostereier sehen ganz toll aus“, sagt die Pinnowerin. „Aber“, so fährt sie fort, „dass kann eben nicht jeder. Das ist schon Kunst.“ Auch Margrit Gazioch und Elisabeth Gillner, beide ebenfalls aus Pinnow, erfreuten sich an der Schönheit der Ostereier.

Bei Gelegenheiten wie dieser in Pinnow werde sie immer wieder nach der Technik beim Bemalen der schwierigen „Leinwand“ gefragt, sagt Ines Höfs. Den Interessierten erkläre sei dann, dass man viel Erfahrung brauche, um ein Motiv auf ein Ei zu bringen. Denn man müsse ständig aufpassen, dass das Motiv nicht außer Form gerät. Es müsse ständig gedreht und dafür gesorgt werden, dass Ei als Ganzes nicht aus den Augen zu verlieren.

Die Schweriner Grafikerin stellt im Decohaus neben Ostereiern auch Bilder aus – Pastellkreidezeichnungen. Diese Bilder, so informiert Claudia Möller, sind noch bis Ende Mai zu sehen. Für den
17. Mai kündigt die Inhaberin des Decohauses einen Abend unter dem Motto „Ich hätt’ getanzt heut Nacht“ an. Es erklingen Melodien aus Operette und Film, zu Gast werden Kammersängerin Petra Nadvornik (Sopran) und Renate Grabert-Rühs (Piano) sein. Und am 7. und 8. Juni werden anlässlich der Aktion „Kunst offen“ Arbeiten des Malers Volkert Krietsch aus Barnin gezeigt. Im Sommer wird aller Voraussicht nach auch Ines Höfs wieder im Decohaus zu Gast sein. Denn Gastgeberin Claudia Möller plant eine Sommergalerie im Dachgeschoss. Hier werden weitere Bilder der Künstlerin gezeigt.

Wer sich für die Kunst des Bemalens von Ostereiern interessiert, kann sich den 16. März vormerken. Denn dann ist Ines Höfs von 10 bis 18 Uhr auf dem 13. Osterbastelmarkt in der Schweriner Kongresshalle vertreten.

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