Großer Dreesch : Ortsbeirat auf dem Dreesch ist zufrieden

Stev Ötinger
Stev Ötinger

Stev Ötinger berichtet von einer guten Zusammenarbeit zwischen Stadtverwaltung und Ortsbeiräten – leicht sei es aber nicht immer.

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18. März 2015, 08:00 Uhr

Der Görrieser Ortsbeirat hat scharfe Kritik an der Stadtverwaltung geübt. Grund war ein Unfall auf der Rogahner Straße, bei dem Ende Januar eine 82-Jährige auf Höhe der Bushaltestelle „Am Heidberg“ ums Leben kam. Der Ortsbeirat habe immer wieder auf die Gefahrensituation in der Rogahner Straße hingewiesen, unterstrich Ortsbeiratsmitglied Hans Jammer-Lühr (SVZ berichtete).

Der Ortsbeirat in Görries fühlt sich von der Stadtverwaltung nicht ernst genommen. Geht es allen Schweriner Ortsbeiräten so? Stev Ötinger, Vorsitzender des Ortsbeirats Großer Dreesch, sagt nein: „Wir fühlen uns ernst genommen“, betont er. Ötinger kümmere sich vorwiegend um die Bereiche Soziales und Jugend sowie um Medien und E-Government. Er könne sich nicht beschweren. „Ich habe sehr viel positive Erfahrungen gemacht.“ Besonders in den Bereichen Sauberkeit oder wenn Ampeln defekt wären, würde schnell reagiert und sehr gut zusammengearbeitet. „Wir tragen die Belange der Bürger an die Stadtvertreter heran. Und meistens klappt es hervorragend“, erzählt er freudig.

Man dürfe aber auch keine Wunder erwarten oder blauäugig an die Sache herangehen. „Nicht alle Anliegen der Bürger können umgesetzt werden oder ergeben auch Sinn.“ Hier müsse man abwägen. Er tue aber stets sein Bestes, um allen gerecht zu werden. „Die Stadt ist pleite – bei ihren Entscheidungen müssen die Stadtvertreter immer die angespannte Kassenlage im Blick behalten“, erklärt Ötinger. Das sei nicht leicht.

Gerade die Wüstmarker könne er schon verstehen: „Hier ist eine Menge schief gelaufen. Die Bürger sind sauer.“ Grund für die hitzigen Diskussionen zwischen Wüstmarkern, Stadtvertretern und der OB Angelika Gramkow war die Erneuerung der Straßenbeleuchtung in der Schweriner Straße, Am Teich und Vor den Wiesen. Hier sollen nicht nur neue Laternen aufgestellt, sondern das gesamte Netz erneuert werden. Die Anwohner werden einen Großteil der Kosten tragen müssen. Der Ortsbeirat sowie die Bürger wurden viel zu spät darüber informiert – erst als die Straßenlampen längst beschlossene Sache waren (SVZ berichtete). „Und so geht es eben nicht“, sagt Stev Ötinger.

Als Ortsbeiratsmitglied müsse man immer alle wichtigen Belange im Blick haben. „Ein langer Atem und ständiges Nachfragen bei den Stadtvertretern ist wichtig.“ Dann klappe auch die Zusammenarbeit.


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