Gross Rogahn : Ort wird zur Großbaustelle

Informationsabend für die Groß Rogahner:  Piet Schwäbe vom Straßenbauamt Schwerin und Planer Thomas Behnke (r.) erläutert die Ausbaupläne für die Landesstraße.
Informationsabend für die Groß Rogahner: Piet Schwäbe vom Straßenbauamt Schwerin und Planer Thomas Behnke (r.) erläutert die Ausbaupläne für die Landesstraße.

Nach Ostern startet der Ausbau der Landesstraße zwischen Schwerin und Wittenburg: Vollsperrung für anderthalb Jahre

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20. Januar 2018, 05:00 Uhr

„Wir warten schon lange auf diese Straße, aber während der Bauzeit wird es viele Beeinträchtigungen geben.“ Fasste Klein Rogahns Bürgermeister Michael Vollmerich bei der Einwohnerversammlung am Donnerstag das zusammen, was die Einwohnern von Groß Rogahn und die Kraftfahrern zwischen Schwerin und Wittenburg bis zum Sommer nächsten Jahres bevorsteht. Anfang April, also in der Woche nach Ostern, startet die Sanierung der Landesstraße in Groß Rogahn. Die Ortsdurchfahrt wird dafür voll gesperrt.

Sanierung ist für dieses Großprojekt eigentlich das falsche Wort. Das wird bei der Projektvorstellung durch Thomas Behnke vom Grevesmühlener Ingenieurbüro Möller und Piet Schwäbe vom Straßenbauamt Schwerin deutlich. Die jetzige, zu schmale Fahrbahn wird komplett rausgenommen und ein neue Straße mit einer Breite von 6,50 Metern und auf einer Länge von 1015 Metern gebaut. Hinzu kommt auf einer Fahrbahnseite ein Rad- und Gehweg. Zudem wird die Trinkwasserleitung verlegt, an Abwasser, Strom-, Gas- und Telefonnetz muss stellenweise gearbeitet werden. Und ganz wichtig: Das Regenwasser wird in geordnete Bahnen gelegt. Kosten: rund 1,9 Millionen Euro.

Bezahlt wird das zum größten Teil vom Land, dem diese Verkehrsachse in Westmecklenburg gehört. Die Ortsdurchfahrt von Groß Rogahn ist dabei der letzte Abschnitt der Landesstraße zwischen Schwerin und Wittenburg, der nach der Wende grundlegend erneuert wird. Der Zweckverband Schweriner Umland und die Gemeinde Klein Rogahn sind mit im Boot. Sie haben ihre Teilprojekte zurückgestellt, damit nur einmal in Groß Rogahn gebuddelt werden muss.

Damit sich für die Anwohner die Belastungen in Grenzen halten, wird in drei Abschnitten gebaut. Los geht es im April in der Ortsmitte von Groß Rogahn. Im Juli soll der Bereich komplett fertig sein. Danach schließt sich der Straßenabschnitt in Richtung Klein Rogahn an – bis zum Jahresende. Anfang 2018 ist dann das kürzeste Teilstück in Richtung Stralendorf an der Reihe. Für die ganze Zeit gilt eine Vollsperrung. Der Schwerlastverkehr soll weiträumig umgeleitet werden – über die Umgehungsstraßen von Schwerin und Pampow. Der Autoverkehr der Region kann über die nahe Deponiestraße rollen. Damit Groß Rogahner auf ihre Grundstücke kommen, bleiben die innerörtlichen Kreuzungspunkte so lange wie möglich und zum Teil provisorisch befahrbar. „Es wird aber Zeiten geben, zu denen die Anwohner nicht auf ihre Grundstücke kommen“, macht Martin Schmidt deutlich. Er ist der Schweriner Niederlassungsleiter der Firma Strabag, die den Zuschlag bekommen hat. Zudem werden Anwohner-Parkplätze ausgewiesen, damit die Fußwege zum Wohnhaus kurz bleiben. Und die Bauleute übernehmen einen speziellen Service: Da die Müllfahrzeuge nicht durchkommen, bringen sie die vollen Mülltonne zu Sammelplätzen und die leeren zurück. Auch für den Nahverkehr gibt es schon eine Regelung: Die Busse fahren immer über die schon fertigen Straßenabschnitte in Groß Rogahn. Nur für die Haltestelle im Ausbau geht das nicht. Die wird während der Bauzeit nicht angefahren. „Für die Schülerbeförderung der dort lebenden Kinder suchen wir noch nach einer Regelung“, fügt Vollmerich an. Der Bürgermeister ist zuversichtlich, dass die stressige Bauzeit gemeinsam gemeistert wird und die lang ersehnte, gut ausgebaute Straße alle zufrieden stellt.

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