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Schwerin: Weniger Urlauber als im Vorjahr : Operette zieht wenig Gäste

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"Wir schauen optimistisch in die Zukunft", sagt Jana Maiwirth, die Regionalchefin des Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga). "Derzeit ist die Situation der Gastronomen und Hoteliers aber nicht gut."

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erstellt am 28.Jun.2013 | 06:59 Uhr

Schwerin | "Wir schauen optimistisch in die Zukunft", sagt Jana Maiwirth, die Regionalchefin des Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga). "Derzeit ist die Situation der Gastronomen und Hoteliers aber nicht gut." Die Zahl der Gäste hat im Mai und Juni nicht das Vorjahresniveau erreicht. Ein Grund ist die Flut in Sachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt und Bayern. "Wir haben in der Stadt doch einige Absagen", weiß Jana Maiwirth vom letzten Wirtestammtisch zu berichten. "Das sind nicht nur Leute aus den betroffenen Regionen. Etliche Gäste verlagern auch ihren Urlaub, um Verwandten oder Freunden zu helfen." Das sei menschlich nur zu verständlich.

Noch keine Absagen wegen der Flut im Süden hat das Charterboot-Unternehmen Kuhnle-Tours zu verzeichnen. "Für unsere Ausgangsbasis in der Schweriner Schlossbucht neben der Weißen Flotte liegen keine Stornierungen vor", sagt Pressesprecherin Eva Irina Mühleck.

Doch die Flut ist nicht der einzige Grund, dass der Stadt die Gäste noch wegbleiben. Die Touristiker beklagen auch das seit Jahresbeginn herrschende Wetter. "Wir hatten einen sehr langen Winter und das Frühjahr war auch nicht so besonders", so die Dehoga-Chefin. Selbst die Schlossfestspiele bescheren den Hotels nicht die Gästezahlen wie aus den Vorjahren gewohnt. "Ich kann sogar an den Wochenenden noch freie Kapazitäten anbieten", so Maiwirth, die in Krebsförden das Hotel Arte führt. Das habe sie schon sehr lange nicht erlebt. "Die Stammgäste sind wie immer da. Aber Städtereisende, die nach Schwerin kommen, kaufen dann keine Karten für die Aufführungen auf dem Alten Garten." Das war in der Vergangenheit immer anders. Nicht ganz so schlecht sieht es Matthias Theiner, der das Altstadt-Hotel "Zur guten Quelle" führt. "An den Operetten-Wochenenden läuft es ganz gut. Aber an den übrigen Tagen der Woche könnte es besser sein."

Gastronomen und Hoteliers setzen jetzt auf den Sommer. Einer der nächsten großen Höhepunkte, an den die Touristiker Hoffnungen knüpfen: Der "Gourmet-Garten" vom 19. bis zum 21. Juli. "Für das Eröffnungs-Highlight, das Gartenmahl im romantischen Laubengang des historischen Schlossgartens, sind bereits alle 80 Karten verkauft", freut sich Jana Maiwirth. Und das zu einem Preis von 110 Euro pro Person.

Noch sei es in der Innenstadt abends sehr ruhig, so die Feststellung von Jana Maiwirth. "Wir hoffen jetzt auf höhere Temperaturen und damit auf deutlich mehr Gäste."

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