Klinikum Schwerin Klinikum : Operation an der Kokosnuss

Die Öffnung eines Schädels anhand einer Kokosnuss: Wilhelm Schreen aus Rostock trainierte die Kraniotomie unter Anleitung von Dr. Gunnar Sörensen und Klaus-Dieter Hellwig (l.).
Die Öffnung eines Schädels anhand einer Kokosnuss: Wilhelm Schreen aus Rostock trainierte die Kraniotomie unter Anleitung von Dr. Gunnar Sörensen und Klaus-Dieter Hellwig (l.).

Medizinstudenten aus Deutschland und Österreich sammeln in den Helios-Kliniken praktische Erfahrungen

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11. Juni 2017, 21:00 Uhr

Vorsichtig und mit ruhigen Händen schneidet Bibiane Simons das Gummibärchen auf. Unter dem Mikroskop kann sie genau sehen, wo sie anschließend das Pflaster hinkleben muss. Dabei wird sie aufmerksam von Dr. Oliver Hesse beobachtet. Der Chefarzt der Klinik für Neurochirurgie und Wirbelsäulenchirurgie erläutert die Mikrochirurgie, erklärt das komplizierte Gerät, zeigt, wie es mit den Füßen per Joystick und Pedal gesteuert werden kann.

Das Training in der Mikrochirurgie ist eines von fünf Themen der „Summer School“, die am Wochenende in den Helios-Kliniken stattfand. 20 Medizin-Studenten von zwölf Universitäten aus Deutschland und Österreich sammelten praktische Erfahrung, tauschten sich mit den Ärzten aus und knüpften neue Kontakte.

„Die Arbeit in kleinen Gruppen von maximal vier Studenten gefällt mir besonders gut“, erzählte Bibiane Simons. Die 24-Jährige aus Würzburg hat sich zudem für die Teilnahme entschieden, um ihre praktischen Fähigkeiten zu verbessern. „Die Lehrer sind sehr motiviert, die Angebote interessant und spannend.“

Auch die Dozenten der mittlerweile fünften „Summer School“ waren zufrieden mit dem medizinischen Nachwuchs. „Die Begeisterungsfähigkeit steckt an, so lernen auch wir noch etwas dazu“, so Dr. Oliver Heese.

Neben der Mikrochirurgie konnten die Teilnehmer ihre Fähigkeiten beim Reanimationstraining, in der Sonographie und der Laparoskopie trainieren. „Dabei handelt sich um Operationen mit einer Kamera, wie bei einem Eingriff im Bauch“, erklärte Bibiane Simons. „Wir mussten Gummibärchen in eine Tüte stecken.“ Bei der Naht- und Knotentechnik „verarzteten“ die Studenten unter Anleitung von Dr. Ute Reuter, Oberärztin der Unfallchirurgie, einen Spülschwamm. Auch die Radiologie, Gynäkologie und die klinische Enokrinologie standen auf dem Programm.

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