Pampow : Oldtimerfan setzte Motorrad Tornax in Gang

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Sechs Jahre hat es gedauert, bis Erwin Preuß die historische Maschine fahrbereit hatte.Heinz Heruth

Zum Leben erweckt: Sechs Jahre hat es gedauert, bis der Pampower Erwin Preuß die historische Tornax fahrbereit hatte. Seine Maschine ist die einzige in Ostdeutschland die man bewundern kann.

svz.de von
05. Januar 2013, 01:29 Uhr

Pampow | Als Erwin Preuß vor nunmehr 19 Jahren auf einem Hinterhof bei Schwerin eine alte, nicht funktionstüchtige Tornax entdeckte und schnurstracks kaufte, wusste er noch wenig über dieses Motorrad. Erst als er das abgewrackte Stück näher unter die Lupe nahm und nach etlichen Ersatzteilen Ausschau halten musste, ging der Pampower der Geschichte dieser Maschine näher auf den Grund. Und die, so konnte er nachlesen, wurde seit 1929 in Wuppertal gebaut. Doch 1954 war damit Schluss. Von diesen Maschinen soll es heute nur noch 32 in Deutschland geben. "Nur eine kann man in Ostdeutschland bewundern - und die gehört jetzt mir", sagt der 69-Jährige voller Stolz. "Nur über Kontakte mit einigen Tornax-Mitstreitern in Deutschland gelang es mir, die nötigsten Ersatzteile zu bekommen. Dabei halfen mir die Mannen vom Klub Opel und Oldiefreunde 1994 in Schwerin, in diesem Verein bin ich Mitglied", sagt der Pampower. Die Maschine wieder in Gang zu kriegen, das stellte eine Herausforderung für ihn da. Aber als gelernter Kfz-Schlosser und Meister dieser Branche schaffte Erwin Preuß das. Nach sechs Jahren schrauben und tüfteln war die Tornax endlich wieder fahrtüchtig. Mit seiner frisch restaurierten, blitzblanken Maschine nahm der Pampower gleich an einem Tornax-Treffen teil. Doch nicht nur bei den Tornax-Freaks fühlt er sich wohl. Nicht mehr missen möchte er den Klub "Opel & Oldiefreunde 1994". 20 Mitglieder gehören dazu. Neben den zwei Schraubertagen im Jahr fahren sie mit ihren Oldtimern auch zu verschiedenen Veranstaltungen. So stellten sie sich auf einem Perliner Sommerfest vor. "Auch auf dem Hagenower Oldtimertreffen oder bei der Museumsralley in Schwerin sind wir immer dabei", erzählt der rüstige Senior, der in Pampow bekannt ist und so manches Mal von Technikbegeisterten um Rat gebeten wird.

Apropos Technikfreaks. Nachwuchs kann der Schweriner Verein auf alle Fälle gebrauchen. Wer sich an einem zweiten Donnerstagabend im Monat in den Radeberger Bierstuben in Schwerin sehen lässt, hat dazu bereits den ersten Schritt getan. Erwin Preuß jedenfalls hat ihn bis heute nicht bereut.

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