Stadtentwicklung in Schwerin : Oldtimer in der Vorwärts-Halle

So könnte es am Mittelweg einmal aussehen: Die große Halle wird mit Photovoltaik-Paneelen belegt, die Reihenhäuser stehen in einer öffentlichen Parkanlage.  Grafik: Planstudio 9/Michael Schnell
So könnte es am Mittelweg einmal aussehen: Die große Halle wird mit Photovoltaik-Paneelen belegt, die Reihenhäuser stehen in einer öffentlichen Parkanlage. Grafik: Planstudio 9/Michael Schnell

Drei Investoren, drei Ideen: Ulf Heyer will im einstigen Kraftfahrzeuginstandsetzungswerk wieder Autos in den Mittelpunkt stellen.

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10. Januar 2018, 12:00 Uhr

Das Areal des KIW Vorwärts soll verkauft werden. Die Stadt steht nun vor der Aufgabe, unter drei Interessenten den geeigneten Käufer zu ermitteln. Bis zum Frühjahr sollen die Bieter ihre Vorstellungen noch einmal konkretisieren – sowohl was die Kaufsumme betrifft als auch die Stadtentwicklungs-Optionen in diesem Bereich. Denn die Stadt will nicht nur verkaufen. Das Neue soll zu Schwerin und zum Viertel passen. In dieser Woche stellt SVZ die Interessenten vor.

Jahrzehnte lang drehte sich auf dem Vorwärts-Gelände am Mittelweg alles um Autos. Das soll nach den Vorstellungen von Investor Ulf Heyer auch so bleiben. Er will dort einen „Classic Themenpark Nord“ für „Wohnen, Freizeit und Mobilität“ einrichten.

Kernstück soll ein Dienstleistungszentrum für Oldtimer mit dem Charakter eines Automuseums in der großen Vorwärts-Halle sein. Eine gläserne Werkstatt, Seminarräume, ein Restaurant, ein Café und auch Ersatzteilläden kann sich Heyer vorstellen. Das Ganze soll ohne Eintritt öffentlich zugänglich sein.

Auf dem Hof soll auf einer Multifunktionsfläche ein Verkehrsgarten eingerichtet werden. Hier könnten aber auch die jährlichen Treffen des IFA-Vereins stattfinden. Das Verwaltungsgebäude behielte seine Funktion, in die Garagen neben der Einfahrt auf das Gelände könnte die Freiwillige Feuerwehr Mitte einziehen. Im Heizhaus möchte der Investor ein Restaurant mit Schaubrennerei einrichten.

Auf der gut sechs Hektar großen Fläche sollen außerdem Reihenhäuser gebaut werden. „Luxushäuser sind an diesem Standort aber nicht möglich“, sagt Michael Schnell. Der Schweriner Architekt hat den Plan zur Entwicklung des Areals entworfen. Er weist darauf hin, dass mit dem Heyer-Konzept dem Denkmalschutz gleich in mehrfacher Hinsicht Rechnung getragen wird. Die Bausubstanz bleibe erhalten, die Nutzung als Zentrum für Fahrzeuge stehe im Kontext mit der Funktion, für die der Komplex einst gebaut wurde und die Öffentlichkeit könne das Denkmal erleben. „Außerdem wird der Gewerbestandort am Mittelweg gestärkt“, so Schnell.

Morgen stellen wir die Pläne der Investorengruppe Winkler, Cyliax, Kube vor.

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