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Tüffelwochen in der Lewitz : Ohne Reiberei geht es nicht

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Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Kartoffelpuffer der Mirower Sprüttendörpschaft sind begehrt – und Gerhard Bardon sorgt dafür, dass sie auch in die Pfanne können

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erstellt am 23.Okt.2014 | 23:06 Uhr

Direkt neben dem Mirower Spritzenhaus steht das gute Stück. Ein breiter, betagter Anhänger aus DDR-Zeiten, der schon lange kein Getreide oder keine Feldfrüchte mehr transportieren muss. Aber ausgedient hat er nicht, denn die Sprüttendörpschaft aus Mirow nutzt ihn seit mehreren Jahren, um mit ihm eine mobile Küche durch die Region zu transportieren. Wenn am Sonnabend in Banzkow der Kartoffel- und Markttag stattfinden wird, dann kommt die rollende Küche wieder zum Einsatz. Und Gerhard Bardon wird dann einer von denjenigen sein, die mithelfen, dass es in der Küche auch brutzelt.

„70 Kilo Kartoffeln, so viel werden es wohl werden“, sagt Gerhard Bardon. Er hat seine Hände im Spiel, wenn es um die Reibekuchen geht, mit denen sich die Sprüttendörpschaft schon auf vielen Festen einen guten Ruf als Speisenanbieter verdient hat. Reiben, das ist Bardons Aufgabe. Nicht, dass der ehemalige Maurer keine Handarbeit mehr gewöhnt ist, aber für die zu verarbeitenden eineinhalb Zentner gibt es technische Hilfe. „Bei der alten Küchenmaschine ist schon lange der Motor kaputt. Seitdem kommt eine Bohrmaschine zum Einsatz“, sagt Gerhard Bardon. Natürlich gehe es dabei reinlich und sauber zu.


Spaß an der Gemeinschaft


Ein halbes Dutzend Damen steht an den Pfannen, zwei, drei andere Vereinsmitglieder verkaufen die begehrten Reibekuchen. Bardon reibt. So hat sich das schon oft bewährt, so wird es am Sonnabend zwischen 10 und 16 Uhr auf dem Dorfplatz Banzkow zum Abschluss der Lewitzer Tüffelwochen wieder gemacht.

Spaß an der Gemeinschaft und daran, etwas gemeinsam auf die Beine zu stellen – das ist der Beweggrund dafür, warum sich Gerhard Bardon seit der Gründung der Sprüttendörpschaft im Verein engagiert. Geboren wurde er in Uelzen, aufgewachsen ist er in Sülte und mit Mirow mittlerweile verwachsen seit 1982. Nach der Wende hat sich der gelernte Handwerker auch als Gastronom versucht. Doch nach sieben Jahren war wieder Schluss mit der Gaststätte „Clubklause“ in dem alten Fachwerkhaus an der Hauptstraße. „Es hat sich hier nicht gelohnt“, sagt er. Als Rentner kümmert er sich jetzt lieber um seine Kürbisse, die er auf einem kleinen Fleckchen Land anbaut. Kürbisse, manche so klein wie Tennisbälle, andere so groß wie Medizinbälle, hat er geerntet. „Die Ausbeute in diesem Jahr“, sagt er, „war vernünftig.“ Doch Kürbis hin, Kürbis her, jetzt ist erst einmal die Kartoffel an der Reihe.

Bevor es zum Kartoffelmarkt geht, gibt es noch viel zu tun. Der Anhänger muss noch geschmückt, die Kartoffeln geschält werden. Gerhard Bardons Lebensgefährtin ist auch Mitglied in der Dörpschaft, doch krankheitsbedingt muss Monika Marga pausieren. „Aber das Rezept von den Kartoffelpuffern, das stammt von ihrer Familie.

 

 

 

 

 

 

 

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