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Zeitung für die Landeshauptstadt

23. November 2017 | 23:30 Uhr

Studium : Ohne Nebenjob gehts nicht

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Kampf um den guten Studienort: Hochschulausbildung in Schwerin, Rostock und Hamburg im Vergleich

von
erstellt am 26.Jan.2015 | 08:00 Uhr

Bücher wälzen, der Kopf raucht und dann kommen auch noch Geldsorgen dazu. Studieren kostet einiges und nicht alle Studierenden haben Eltern, die sich eine teure Ausbildung leisten können. Aber was kostet studieren denn nun eigentlich? Sind die Kosten angemessen?

„In Mecklenburg Vorpommern sind die Kosten am geringsten. Es ist durchaus machbar, in Schwerin oder Rostock zu studieren“, erklärt Melanie Schulte, Pressesprecherin der Fachhochschule des Mittelstands (FHM). So kostet ein Vollzeitstudium an der FHM am Standort Schwerin und Rostock 395 Euro im Monat. Dazu kommen monatliche Trimestergebühren von 38,50 Euro und einmalige Kosten, wie 150 Euro für ein individuelles Auswahlverfahren und 500 Euro für die Abschlussprüfung. Die Lebenshaltungskosten seien in MV relativ günstig, sagt Melanie Schulte.

Dass eine Hochschulausbildung machbar ist, bestätigt auch Swantje Ziesler. Die 27-Jährige studiert im ersten Trimester Soziale Arbeit und Management an der FHM. „Ich bekomme 600 Euro Bafög und verdiene mir nebenbei was dazu“, sagt die junge Frau. Sie arbeite als studentische Aushilfskraft in der Bibliothek und verdiene so 150 Euro im Monat. Außerdem bekomme sie von ihren Eltern monatlich einen Zuschuss zur Miete von 200 Euro. „Ohne meine Eltern und meinen Nebenjob, könnte ich mir mein Studium nicht leisten“, erklärt Ziesler. Für ihr WG-Zimmer zahle sie 250 Euro. Man müsse sich einschränken, aber das sei ihr die Ausbildung wert.

An der Rostocker Uni fallen keine Studiengebühren an. Hier sind lediglich die Lebenshaltungskosten zu tragen. Das Deutsche Studentenwerk gibt diese mit monatlichen Kosten in Höhe von 794 Euro an. Sie setzen sich aus durchschnittlicher Miete von 298 Euro, Ernährung 165 Euro, Kleidung 52 Euro, Lehrmittel 30 Euro, Kosten für öffentliche Verkehrsmittel 82 Euro, Arzt/ Medikamente 66 Euro, Internet-/Telefonkosten 33 Euro und 68 Euro für Freizeitaktivitäten zusammen. „Es ist schwierig zu sagen, ob sich jeder ein Studium leisten kann. Mit dem Baföghöchstsatz ist es möglich. Mit einem Nebenjob auch“, erklärt Professor Dr. Stefan Göbel von der Uni Rostock. In den Ballungszentren seien ein Studium und die Lebenshaltungskosten wesentlich teurer.

Dies bestätigt auch Christiane Kuhrt aus der Pressestelle der Universität Hamburg: „Wir erheben einen Semesterbeitrag in Höhe von 255 Euro.“ Die Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg nimmt 308,50 Euro Semestergebühren. Die Lebenshaltungskosten für die Hansestadt geben sie mit 750 Euro auf ihrer Webseite an. Darin sind Miete, Lebensmittel, Krankenversicherung, Bücher sowie Fernseh- und Rundfunkgebühren enthalten.

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