Tierisch : „Ohne Katze geht es nicht“

Bommel und Lenny nennt Anna-Maria Reppin ihre beiden Stubentiger.  Fotos: Werner Mett (2)
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Bommel und Lenny nennt Anna-Maria Reppin ihre beiden Stubentiger. Fotos: Werner Mett (2)

Anna-Maria Reppin aus Schwerin holt sich zwei ausgesetzte, kleine Stubentiger aus dem Holthusener Tierheim „Kleine Oase“

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17. November 2015, 12:00 Uhr

Anna-Maria Reppin zieht gerade in ihre erste, eigene Wohnung – gemeinsam mit Bommel und Lenny. Die beiden etwa zwölf Wochen alten Kater holt sich die 25-Jährige aus dem Holthusener Tierheim „Kleine Oase“. „Als ich das Bild auf der Internetseite sah, habe ich mich sofort in sie verliebt“, erzählt Anna-Maria Reppin. Und der erste Besuch der Schwerinerin in Holthusen klappt perfekt. Die kleinen Stubentiger laufen sofort auf die junge Frau zu, schmiegen sich an ihre Beine.

„Die Beiden sind den Umgang mit Menschen gewohnt, sie müssen in einer Wohnung gelebt haben“, ist sich Tierpflegerin Francezca Jeschke sicher. In Holthusen sind sie gelandet, weil die kleinen Kater in einem Karton am Straßenrand ausgesetzt wurden. „So etwas kann ich nicht verstehen“, erzählt Anna-Maria Reppin. „Katzen sind Seelentröster, ohne geht es nicht.“ Doch Anna-Maria zieht jetzt bei ihren Eltern aus, der achtjährige Familienkater bleibt in der gewohnten Umgebung. Deshalb suchte die 25-Jährige ein eigenes Tier. Und sie wusste auch genau wo: Denn Ende September las sie in der SVZ, von dem weggeworfenen Katzenbabies Wali und Waida, die Francezca Jeschke mit der Flasche aufzieht. „Beiden geht es gut“, erzählt die Tierpflegerin. Und für Wali und Waida hatten sich sofort viele Bewerber gemeldet, die Tiere sind vergeben. Diese Welpen müssen noch ein paar Wochen warten, bis sie in Holthusen ausziehen dürfen.

Anna-Maria Reppin entdeckte aber auf der Internetseite sofort das Foto mit Bommel und Lenny – noch in dem Karton, in dem sie ausgesetzt wurden. „Eigentlich wollte ich nur eine Katze, nun sind es zwei. Ich wollte die Geschwister nicht trennen“, erzählt die Schwerinerin. Und das ist durchaus gut, erläutert Francezca Jeschke. Denn die kleinen Stubertiger verstehen sich bestens und beschäftigen sich miteinander: „Deshalb können die Beiden durchaus mal alleingelassen werden.“ Und da Anna-Maria Reppin auch schon Erfahrungen mit Katzen hat, sind die Holthusener Tierfreunde um Heimchefin Doris Schiemann zuversichtlich, dass diese Vermittlung eine Erfolgsgeschichte wird. „Leider klappt es nicht immer so“, ergänzt Schiemann. „Machmal bringen Leute die Wunschtiere schon nach einer Nacht zurück.“

Dabei können die Holthuser derzeit jeden Katzenwunsch erfüllen. Nach dem SVZ-Bericht über Wali und Waida gab es viele Reaktionen. Helfer stellten dem Tierheim viele Sachspenden wie Decken, Katzenkörbe und Kratzbäume zur Verfügung, zahlreiche Fundtiere konnten vermittelt werden, bedankt sich Schiemann. Doch von Entspannung kann nicht die Rede sein, das Gegenteil ist der Fall. Denn es gibt ununterbrochen „Nachschub“ an Fundkatzen. Derzeit sind schon wieder 50 in Holthusen untergebracht, darunter mehr als 30 Jungtiere aus diesem Herbst.

„Die unkontrollierte Vermehrung von freilaufenden Katzen kann nur eingedämmt werden, wenn diese auch kastriert werden“, wiederholt Schiemann ihren Appell. Die Holthusener machen das auch so. Erwachsene Tiere werden nur kastriert abgegeben.

Wer sich ernsthaft für Katze interessiert, kann gern unter Telefon 03865-844330 nachfragen und sich auf der Internetseite der „Kleinen Oase“ schon einen Stubentiger aussuchen. Derzeit ist die Auswahl so groß, dass für jeden Geschmack etwas dabei ist.

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