Offizierscasino: Bauende in Sicht

Das imposante Gebäude in der Schweriner Stelling-Straße erstrahlt bereits in neuem Glanz. Bis Jahresende sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein.
Das imposante Gebäude in der Schweriner Stelling-Straße erstrahlt bereits in neuem Glanz. Bis Jahresende sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein.

In der Stelling-Straße warten 13 Büros, drei Konferenzräume und ein Bistro auf die künftigen Mieter

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09. Oktober 2018, 17:37 Uhr

Mehr als zwei Jahrzehnte stand der imposante Militärbau, im Volksmund Offizierscasino genannt, auf dem Artillerieberg in Sichtachse zum Schloss leer. Und verfiel nach Abzug der russischen Armee zusehends. Im Jahre 1900 einst für Offiziere des Mecklenburgischen Feldartillerieregiments 60 erbaut, weckte das Domizil im Jahre 2012 das Interesse der Hydraulik Nord Unternehmensgruppe, die einen Umzug in die Landeshauptstadt plante. Dr. Karl Werner, Geschäftsführer, hatte die Idee, hier die Zentrale einzurichten. Heute gehört das Haus drei Gesellschaftern, die Parchimer Firma nennt sich nun HN-Holding und ist Mieterin.

„2015 ist mit den Bauarbeiten begonnen worden“, erklärt Angelika Frohnert, die seit 2014 die Baustelle auf kaufmännischer Ebene betreut. Das Haus sei komplett saniert worden. „Bis auf die Außenmauern wurde alles entkernt. Das Gebäude war teilweise nicht mehr zugänglich, das Dach kaputt, der Regen lief rein.“ Das oberste Dachgeschoss sei neu hinzugekommen. „Ohne Keller sind es jetzt also drei Etagen.“ In ihnen befänden sich insgesamt 13 Büros sowie jeweils Konferenzräume. Außerdem gäbe es ein Bistro.

„Bis auf kleinere Restarbeiten im Innern sowie Außenanlage und Dachabdeckung ist die Sanierung vorangeschritten. Zum Jahresende sollen die Bauleute abgezogen sein. So ist jedenfalls der Plan“, erklärt Anja Jastram als Assistentin der Geschäftsführung. Und betont: „Der Umbau erfolgte unter strengen Auflagen und in enger Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege. Was zu erhalten möglich war, wurde auch bewahrt.“ Die Türen seien teils aufgearbeitet worden. „Für den Fliesenspiegel im Eingangsbereich wurde beispielsweise das ursprüngliche Material, soweit vorhanden, wiederverwendet.“

Die Decken seien aus Stahlbeton neu eingezogen, der Dachstuhl komplett erneuert worden. Die Gestaltung der Außenanlagen lehne sich stark an das historische Vorbild an. Die Schaufassade, die Terrassen, der Turm mit Eisentreppe, die beiden Treppenhäuser, die drei Hauptschiffe, der alte Baumbestand, die zentrale Auffahrt seien geblieben. „Wir haben überwiegend regionale Firmen aus dem Umkreis bei dem Vorhaben eingebunden, so sie sich an der Ausschreibung beteiligten.“

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