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Windkraftanlagen bei Groß Trebbow-Ausbau : Öko-Strom für 3500 Haushalte

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Eigentlich freuen sich die Leute von Eno-Energy über jede steife Brise. Denn die Rostocker verdienen ihr Geld mit der Errichtung von Windparks. Doch die ersten Stürme des Winters kamen bei Groß Trebbow-Ausbau zu früh.

Gross Trebbow-Ausbau | Eigentlich freuen sich die Leute der Firma Eno-Energy über jede steife Brise. Denn die Rostocker verdienen ihr Geld mit der Planung und Errichtung von Windparks. Doch die ersten Stürme des beginnenden Winters kamen zu früh. Die drei Windkraftanlagen, die diese Firma gerade bei Groß Trebbow-Ausbau aufstellt, gehen erst im Januar ans Netz. Und der Wind wehte in dieser Woche sogar so stark, dass die Bauleute ihre Arbeiten in luftiger Höhe unterbrechen mussten. In der kommenden Woche sollen jedoch alle Montagearbeiten beendet sein.

Dann stehen auf dem Acker zwischen Groß Trebbow und Böken - neben den Häusern von Groß Trebbow-Ausbau - drei Windkraftanlagen vom Typ Eno 82. Jede hat ein Leistungsvermögen von 2050 Kilowatt. Wenn der Wind im gewünschten Maße über diesen Landstrich weht, sind diese drei Windräder in der Lage, Öko-Strom für 3500 Haushalte zu erzeugen.

Die Projektentwickler aus Rostock haben die Windräder für diesen Standort schon lange vor dem Aufbau am Reißbrett zusammengesetzt. Das Herzstück der Windkraftanlagen - die Turbine - kommt aus dem Hause Eno. Andere wichtige Teile werden von Partnern geliefert. Die Türme für die Trebbower Windräder beispielsweise entstanden im Schweriner KGW. Diese Türme sind fast 60 Meter hoch. Schon allein so sind sie kilometerweit zu sehen. Hinzu kommen noch die Rotorblätter, von den jedes einzelne 40 Meter lang ist.

Eno-Energy übernimmt zwar Planung, Entwicklung und Aufbau des Windparkes, betreiben wollen die Rostocker ihn aber nicht. "Wir bauen bei Groß Trebbow einen schlüsselfertigen Windpark, den wir nach Fertigstellung an einen Investor veräußern", erläutert Kathleen Zander von der Firma Eno. Die Verhandlungen dazu laufen. So kommen nicht nur die in Rostock hergestellten Eno-Turbinen zum Einsatz. Auch die regionalen Partnerfirmen wie KGW können durch diese Vorgehensweise ihre Spezialtechnik besser vermarkten - und das sogar vor der Haustür.

Auf den Standort Groß Trebbow sind die Rostocker über den Regionalen Raumordnungsplan für Westmecklenburg gekommen. Darin ist dieses Areal schon lange als Windeignungsraum ausgewiesen. In den 1990er-Jahren gab es große Bedenken in der Region, dass ein Windpark an dieser Stelle das Landschaftsbild störe. Die Gemeinde Klein Trebbow hatte in der Vergangenheit lange um die beste Möglichkeit zur Gestaltung dieser Fläche gerungen. Das Ergebnis: Baurecht für drei Windkraftanlagen. Von diesem Recht machen die Rostocker Projektentwickler jetzt Gebrauch.

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erstellt am 09.Dez.2011 | 05:59 Uhr

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